Hermann Kutzer's Corner
Nicht in Gold flüchten!

Gold scheint seinen ganz besonderen Reiz nie zu verlieren. Es gibt nach wie vor viele private Anleger, das entnehme ich Ihren Zuschriften, die sich für das gelbe Metall interessieren.

Im Mai ist sein Dollar-Preis um fast 15 Prozent gestiegen, ohne die vorangegangen Hochs wieder zu erreichen. Inzwischen kostet die Feinunze weniger, aktuell liegt sie bei gut 360 Dollar. Aber es gibt neue Nahrung für Spekulanten, sozusagen "die gelbe Hoffnung": China will im Zuge von Reformen privaten Goldbesitz erlauben - das weckt Fantasie.

Andererseits möchte ich allen Edelmetall-Fans entgegen halten, dass Gold in seiner Erholungsphase, während der zurückliegenden Monate, noch nicht zum alternativen langfristigen Anlageziel, sondern mehr zum Objekt spekulativer Begierde geworden ist. Starke Preisausschläge sind für professionelle wie für private Trader reizvoll, und deren Dispositionen verstärken wiederum das Auf und Ab der Notierungen.

Was aber bewegt den Goldmarkt? Die fundamentalen Angebots-/Nachfragetrends werden von Analysten durchaus unterschiedlich beurteilt. Die schwache Weltwirtschaft spricht gegen, die steigende private Nachfrage für höhere Preise. Und: Wer mit weiteren Terrorwellen oder neuen Kriegsgefahren rechnet, kann aufs Gold setzen. Denn das Edelmetall ist vor allem dann als Anlage attraktiv, wenn Vermögenssicherung zum Hauptziel wird, wenn man Wertpapieren nicht traut. Das war meist in länger anhaltenden weltpolitischen Krisen sowie in Inflationsphasen der Fall. Im Moment sieht es danach nicht aus. Ich sehe nach wie vor keinen Grund, ins Gold zu flüchten. Wenn Sie sich aber dem güldenen Glanz nicht entziehen können, dann investieren Sie doch in ausgesuchte Goldminenaktien - oder in edlen Schmuck. Und machen Sie?s gut - b.m.!

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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