Archiv
Herzschrittmacher Oracle

Der Nasdaq Index hält sich tapfer im Plus. Oracle machts möglich! High-Tech- Werte wie Siebel und BEA Systems profitieren. Auch die Werte von Microsoft und i2 Technologies sind attraktiv.

Denn nicht nur die positiven Quartalszahlen des Softwarekonzerns Oracle lassen die Herzen der Investoren höher schlagen. Sondern auch die Hoffnung, dass der zweitgrößte Softwarehersteller im momentan schwachen Umfeld Vorbote dafür sein könnte, dass im Technologiesektor bereits das Schlimmste überstanden hätte, löst eine durchschlagende Rally im Softwarebereich aus. Zum einen übertraf Oracle die Gewinnerwartungen im vergangenen Quartal um einen Cent. Zum anderen hält das Unternehmen an den Prognosen für das laufende Quartal fest. Oracle will die Erwartungen von acht Cents Gewinn pro Aktie treffen oder sogar schlagen. Die Aktie ist zur Stunde das am meisten gehandelte Papier und gehört zu den größten Gewinnern des Nasdaq-Index.

Auch wenn sich bei den Softwarefirmen bereits die Vorfreude baldige Erholung bemerkbar macht, dürfte das Aufatmen im PC-Sektor noch auf sich warten lassen.

Die geringe PC-Nachfrage machte bisher auch dem Elektronikfachhändler Best Buy zu schaffen. Trotz eines Gewinnrückgangs um 24 Prozent konnte das Unternehmen die Gewinnerwartungen des Marktes um drei Cents schlagen. Die Anleger freuen sich. Auch die Werte der Konkurrenten Radioshack und Circuit City können zulegen.

Anders sieht es aber bei Solectron, dem Zulieferer für Markenhersteller wie Cisco Systems, IBM oder Ericsson, aus. Der Wert notiert zur Zeit im Minus. Der weltgrößte Vertragshändler für Elektronikgeräte hat die eigenen Vorgaben im dritten Quartal nicht erfüllt. Der Verlust beträgt 28 Cents pro Aktie. Analysten hatten mit einem Gewinn von 13 Cents gerechnet. Zahlreiche Akquisitionen und die allgemeine Nachfrageflaute drückten das Unternehmen in die Verlustzone. Nun sollen weitere 12 600 Beschäftigte entlassen werden. Solectron wird damit rund 21 000 Angestellte weniger beschäftigen als noch im Februar diesen Jahres. Doch die Maßnahmen besänftigen die Analysten nicht. Die Brokerhäuser UBS Warburg, Banc of America und Goldman Sachs reduzierten die Gewinnerwartungen .

Positiv behauptet sich dagegen der Finanzsektor. Gute Geschäftsergebnisse sowohl bei Goldman Sachs als auch bei Lehman Brothers sorgen auch für grüne Vorzeichen bei Citigroup oder American Express. Beide Brokerhäuser konnten die Analystenerwartungen für das vergangene Quartal erfüllen. Goldman Sachs traf die Prognosen mit einem Gewinn von 1,06 Dollar pro Aktie genau. Das Brokerhaus Lehman Brothers übertraf die Schätzungen mit einem Gewinn von 1,38 Dollar sogar um 28 Cents. Zwar liegen beide Zahlen unter denen des Vorjahresquartals, doch handelt es sich bei der miserablen IPO-Lage und dem flauen Aktienmarkt um recht zufriedenstellende Ergebnisse.

An einem Schwächeanfall leiden dagegen Honeywell und Vetragspartner Boeing. Die ausstehende Entscheidung der EU-Regulierungsbehörden drückt die Aktien ins Minus. Die Energie-und Ölwerte sind ebenfalls im Laufe des Tages unter Abgabedruck geraten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%