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Hessen-Chemie: Wachstumserwartungen verfehlt

Die hessische Chemie-Industrie wird in diesem Jahr angesichts der allgemeinen Konjunkturschwäche hinter früheren Wachstumserwartungen zurückbleiben.

dpa FRANKFURT/MAIN. Statt der angepeilten mehr als 3 % Wachstum wird nur noch mit einem leichten Produktionsplus gerechnet. Lediglich die Pharmaindustrie habe im ersten Halbjahr einen Anstieg verzeichnet, sagte der Vorstandsvorsitzende des Hessischen Arbeitgeberverbandes Chemie und verwandte Industrien, Karl-Hans Caprano, am Dienstag in Frankfurt. In den übrigen Bereichen sei die Produktion einer Umfrage zufolge um etwa 1 % gefallen.

Caprano sprach von einer "gespaltenen Konjunktur". Die Pharmaindustrie, die an der hessischen Chemie einen Anteil von gut 38 % hat, werde den Rückgang in den "klassischen Bereichen" ausgleichen können. Dort kam es im ersten Halbjahr auch zu Ertragseinbußen. Die Ertragslage wurde von den befragten Unternehmen überwiegend als "unbefriedigend" eingestuft. Caprano betonte, dass in den neuen Prognosen mögliche Folgen der Terroranschläge in den USA noch nicht eingerechnet seien.

Die Gewinne der Branche seien weiterhin durch die hohen Preise für Energie und petrochemische Rohstoffe belastet worden. Allein das Rohbenzin, einer der wichtigsten Rohstoffe, habe sich im zweiten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2001 um 2,4 % verteuert. Auch die Personalkosten seien deutlich gestiegen.

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