Heute nur geringe Umsätze
Dollar setzt Erholungskurs fort

Der Dollar hat am Freitag mit Hilfe von starken Kursanstiegen an den US-Aktienmärkten seinen Erholungskurs fortgesetzt. Damit hat die US-Währung in dieser Woche ihre Verluste der Vorwoche, als der Euro an die Dollar-Parität gekratzt hatte, wieder wettgemacht. Der Euro notierte zuletzt in New York mit 0,9730 Dollar.

Reuters NEW YORK. Die US-Aktienmärkte haben am Freitag deutlich fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index legte um 3,58 Prozent zu, der technologielastige Nasdaq-Index sogar um 4,94 Prozent.

Händler verwiesen allerdings auf die durch den US-Nationalfeiertag (Independence Day) am Donnerstag insgesamt geringen Umsätze in dieser Woche. Auch am Freitag fehlten viele Marktteilnehmer, die den Feiertag für ein verlängertes Wochenende nutzten.

Die Kursverluste der Gemeinschaftswährung seien eine technische Reaktion auf den steilen und schnellen Anstieg in den vergangenen Wochen, sagten Händler. Langfristig habe sich aber nichts an der grundsätzlichen Haltung des Marktes zu Lasten des Dollar angesichts der jüngsten Bilanzskandale in den USA geändert.

Der Euro schloss in New York mit 0,9730 Dollar. Der Kurs war zuvor von der Europäischen Zentralbank (EZB) mit 0,9725 (Vortag 0,9790) Dollar festgelegt worden. Im Referenzkursverfahren der Banken war die Gemeinschaftswährung zuvor mit 0,9732 (0,9763) Dollar fixiert worden. Zum Yen notierte der Dollar zuletzt in New York mit 120,26 Yen, nachdem er in der Vorwoche noch auf den tiefsten Stand seit neun Monaten deutlich unter 119 Yen gefallen war.

Einen leichten Schub erhielt der Euro Händlern zufolge im Verlauf von den US-Arbeitsmarktdaten für Juni. Die Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft stieg nach Angaben des Arbeitsministeriums um 36.000 und damit weniger stark als von Analysten mit 86.000 erwartet. Die Arbeitslosenquote kletterte indes wie von Volkswirten vorausgesagt auf 5,9 von 5,8 Prozent im Mai. Die Daten zeigten, dass der Arbeitsmarkt der weltgrößten Volkswirtschaft trotz der allmählichen Konjunkturerholung noch keine Zeichen einer Belebung aufweise, sagte Volkswirt Kevin Logan von Dresdner Kleinwort Wasserstein.

Analysten sagten weiter, die Zahlen änderten für die US-Notenbank (Fed) nichts, sondern bestätigten sie in ihrer Haltung, die Zinsen unverändert zu lassen. Mit einer Zinserhöhung sei frühestens gegen Ende des Jahres zu rechnen.

IWF-Chef Horst Köhler habe dagegen mit Äußerungen zu möglichen Interventionen in einem Zeitungsinterview den Dollar etwas gestützt, sagten Händler. Köhler erklärte in dem Interview, für den Fall eines rapiden Dollar-Sturzes seien konzertierte Eingriffe der Industriestaaten am Devisenmarkt unter Einbeziehung des IWF nicht auszuschließen.

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