"heute.t-online.de" soll im August starten
T-Online will Portale mit Partnern gründen

Reuters HANNOVER.Der größte europäische Internet-Anbieter T-Online will außerhalb seiner eigenen Internet-Homepage gemeinsam mit Partnern mehrere Portale anbieten. T-Online teilte am Dienstag auf der Cebit mit, das geplante Informationsportal T-Info solle gemeinsam mit den Telefonbuchverlagen betrieben werden.

Darüber hinaus würden mit Daimler-Chrysler ab dem Sommer weitere Internet-Portale geschaffen. Die eigenständigen Portale stellten ein neues Geschäftsfeld dar, hieß es.

Das bereits in der vergangenen Woche gemeinsam mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) angekündigte Nachrichtenportal heute.t-online.de wird den Angaben zufolge im August auf der Funkausstellung in Berlin starten.



Beteiligung der Telefonbuchverlage wird kartellrechtlich geprüft



Die T-Info GmbH ist gegenwärtig noch eine 100-prozentige Tochter von T-Online. T-Info-Geschäftsführerin Susanne Päch sagte, derzeit prüfe das Bundeskartellamt die geplante Beteiligung der Telefonbuchverlage. Man gehe von der Zustimmung aus. In welcher Höhe die Verlage, die bislang in Kooperation mit der 100-prozentigen Tochter der Deutschen Telekom AG, DeTeMedien, Telefonbücher und Branchenverzeichnisse produzieren, an T-Info beteiligt werden, wurde nicht mitgeteilt. Es gehe um eine "angemessene Beteiligung", hieß es. Unklar ist nach Angaben der Telekom auch noch, in welcher Form DeTeMedien an T-Info beteiligt werden wird.



T-Info

enthält den Angaben zufolge rund 40 Mill. Einträge aus allen Branchen mit Stadtplänen, ein Informationsportal und eine Suchmaschine. Die Integration weiterer Kommunikationsmittel wie Email, Fax, SMS oder Voicebox ist geplant. Erreichbar wird das Portal auch über Mobilfunk sein. In der Pilotphase befindet sich derzeit noch die Sprachausgabe unter 0190-184636.



Markenportale für Daimler-Chrysler geplant



T-Info strebt an, in Deutschland künftig zu den drei Portalen mit den höchsten Werbeerträgen zu gehören. Der Markt für Telefonbuch- und Branchenverzeichnisse hat den Angaben zufolge derzeit ein Volumen von 2,6 Mrd. DM pro Jahr, was sechs Prozent des Gesamtwerbemarkts in Deutschland entspreche. Der DeTeMedien-Umsatz belief sich 1999 auf 446 Mill. Euro und das Nachsteuerergebnis auf 132 Mill. Euro.



Gemeinsam mit Daimler-Chrysler wird T-Online Portale für die Marken Mercedes-Benz und Smart aufbauen. Ein weiteres markenneutrales Portal soll folgen. Neben markenbezogenen Informationen sollen auf den Internet-Seiten auch Informationen für Autofahrer wie Straßenkarten, Wettervorhersagen, Finanzdienstleistungen rund um Autos und elektronischer Handel angeboten werden. Der Zugang zu den Portalen soll über Festnetz, Mobilfunk, Organizer und Computer möglich sein.



Zusätzliche Umsatzquelle



Die Portale außerhalb des T-Online-Portals, zu denen auch das mit TUI und C&N geplante Online-Reiseböro gehören wird, sollen einerseits mehr Internet-Nutzer auf die Seiten von T-Online bringen und eine zusätzliche Quelle für Umsätze mit elektronischen Handel schaffen. Beim Einkaufen per Internet sieht sich T-Online selbst in Deutschland als "Drehscheibe". Pro Monat besuchten mehr als 800 000 Käufer das Portal. Mittlerweile seien fünf Mill. Produkte im Angebot. Die Nachfrage und das Angebot seien im deutschen Internet einmalig.



In Deutschland auf Platz zwei



Nach eigenen Angaben hat T-Online neusten Marktdaten zufolge seit Sommer vergangenen Jahres seine Reichweite erhöht und registriert eine deutlich längere Verweildauer der Nutzer auf seinen Internet-Seiten. T-Online-Markting und-Vertriebsvorstand Burkhard Graßmann sagte, die Reichweite von T-Online sei im Februar auf 6,4 Mill. Nutzer gestiegen. Dies entspreche mehr als 52 % aller privaten Internet-Nutzer in Deutschland. Von allen Internet-Nutzern gingen 59 % über T-Online ins Netz, zwei Prozentpunkte mehr als im vergangenen Sommer. Die Verweildauer der Nutzer auf den Internet-Seiten von T-Online habe im Februar bei 39,9 Minuten pro Kunde pro Monat gelegen, was einer Verdoppelung binnen Jahresfrist entspreche. Damit liege man in Deutschland auf Platz Zwei hinter dem größten Konkurrenten AOL Deutschland.

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