HEW übernimmt Mehrheit
E.ON verkauft Bewag-Beteiligung

Der Stromkonzern E.ON Energie gibt seine 49-prozentige Beteiligung am Berliner Energieversorger Bewag an die Hamburger Electricitäts-Werke AG (HEW) ab.

ddp DÜSSELDORF/HAMBURG. Der Stromkonzern E.ON Energie gibt im Rahmen einer umfangreichen Portfoliobereinigung seine 49-prozentige Beteiligung am Berliner Energieversorger Bewag an die Hamburger Electricitäts AG-Werke (HEW) ab. Die HEW strebt unterdessen die Mehrheitsübernahme bei der Bewag an. Bislang plante E.ON, die Bewag-Anteile an den US-Konzern Southern Energy zu verkaufen.

Wie die Düsseldorfer E.ON am Mittwoch mitteilte, werden im Tausch für die Bewag-Aktien von der HEW eine Beteiligung über 15,7 % am schwedischen Versorger Sydkraft sowie 61,9 % der Hamburger Gas-Werke HEIN GAS übernommen. Zusätzlich erhält E.ON eine Barzahlung von 248 Mill. Euro. Die HEW vereinbarte mit institutionellen Investoren der Bewag die Übernahme von weiteren 9,23 % des Grundkapitals. Damit würde eine Mehrheit von 59,73 % am Bewag-Kapital erreicht.

Nach Angaben von E.ON wird derzeit mit dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall über einen Verkauf der von E.ON gehaltenen HEW-Anteile verhandelt. Ein Abschluss der Gespräche stehe kurz bevor. E.ON ist mit 15,4 % an dem Hamburger Unternehmen beteiligt. Auch die Sydkraft werde ihre Beteiligung an HEW über 21,8 % verkaufen. Bei Abschluss der Transaktion, die noch unter Zustimmungsvorbehalt der Aufsichtsgremien und der Kartellbehörden steht, würde E.ON den Kapitalanteil an Sydkraft auf 36,4 % beziehungsweise 35,8 % der Stimmrechte erhöhen. Nach schwedischem Recht wäre damit eine Sperrminorität erreicht. An der HEIN GAS ist E.ON über die Tochter Thüga bereits mit 28,05 % beteiligt.

Mit dem Verkauf der Bewag-Anteile kommt E.ON einer Auflage des Bundeskartellamtes nach. Das Amt hatte die Veräußerung zur Bedingung für eine Genehmigung der Fusion der Konzerne Viag und Veba gemacht. Noch Ende Juli hatte E.ON exklusive Verkaufsgepräche mit Southern Energy bestätigt. Ein Bieterwettbewerb komme nur dann in Betracht, wenn Southern keinen angemessenen Kaufpreis biete. Der US-Konzern hält derzeit 26 % der Bewag-Aktien.

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