Hewlett-Packard/Compaq-Fusion
Auftritt mit vier Geschäftsbereichen

Nach Abschluss der umstrittenen Übernahme der Compaq Computer Corp in Houston durch die Hewlett-Packard Co aus Palo Alto wurde am Dienstag die neue Konzernstruktur vorgestellt. Personalabbau soll schnell erfolgen.

 

vwd PALO ALTO. Das verschmolzene Unternehmen werde über die vier Kerngeschäftsbereiche Enterprise Systems Group, HP Services, Imaging & Printing Group und Personal Systems Group verfügen. Die neue HP sei nun arbeitsfähig, wird Chairman und Chief Executive Carly Fiorina zitiert.

Die Enterprise Systems Group - geführt durch Durch Executive Vice President Peter Blackmore - betreut das Geschäft mit der IT-Infrastruktur für Unternehmen, darunter die Bereiche Großspeicher, Server und Management-Software. HP Services unter der Leitung von Executive Vice President Ann Livermore werde über ein IT-Service-Team von weltweit 65.000 Mitarbeitern verfügen.

Die Imaging & Printing Group werde von Executive Vice President Vyomesh Joshi verantwortet und trete als Anbieter von Systemen für den Consumer- und den Geschäftsbereich auf. Dazu zählten Drucker, integrierte IT-Geräte, Geräte zur digitalen Bildbearbeitung sowie Zubehör. Das Druck- und Bildbearbeitungsgeschäft von Hewlett-Packard steht für rund 40 Prozent des Konzernumsatzes und nach Angaben des "Wall Street Journal" auch für den überwiegenden Teil der Gewinne.

Die Personal Systems Group unter Leitung von Executive Vice President Duane Zitzner decke den Bereich der Notebooks und Desktops, der Workstations und Handheld-Computer sowie der Internet-Anwendungen ab. Neben den vier Kernbereichen werde die Tochtergesellschaft Worldwide Operations unter Vorsitz von Executive Vice President Mike Winkler Aktivitäten managen, die über die Geschäftsbereiche hinaus gehen, darunter Zulieferung, E-Business, weltweite Allianzen und Finanzen.

Die geschäftliche und funktionale Organisation des neuen Konzerns sowie die Managementstruktur werden auf drei Ebenen etabliert. CEO Carly Fiorina bezifferte die in den drei Monaten bis zum Fusionsabschluss akquirierten Neuaufträge mit 5,3 Mrd Dollar.

Im Bereich Server will der neue Konzern der weltweite Vorreiter für alle Server-Produkte werden. Dabei will man gleich stark in den Betriebssystemen Unix, Windows und Linux sein. Im Bereich Personal Systems will der neue Konzern sowohl mit den Marken Hewlett-Packard und Compaq auftreten und zwar sowohl bei den Consumer-PC und-Notebooks.

Bei PC und Notebooks im Firmenkundenbereich soll nur der Markenname Compaq erhalten bleiben. Alle weiteren Produkte, Systeme und Service werden unter der Marke Hewlett-Packard vertrieben.

Der angekündigte Abbau von 15.000 Arbeitsplätzen im Zuge der Fusion soll rasch vorangetrieben werden. Der Großteil der Stellen solle innerhalb von sechs bis neun Monaten gestrichen werden. Das genaue Tempo des Stellenabbaus hänge von den unterschiedlichen Vorschriften in den einzelnen Ländern ab, betonte Fiorina. Sie sagte nicht, wo die Stellenstreichungen erfolgen werden.

HP will 2,5 Milliarden Dollar an Kosten einsparen, doch sieht sie auch ein Potenzial für noch höhere Ersparnisse. "Wir haben buchstäblich Millionen Arbeitsstunden damit verbracht, die Integration dieses Unternehmens zu planen. Heute sind wir bereit, als neue HP die Geschäfte zu betreiben", sagte die HP-Chefin.

Die HP-Aktie legte um 2,05 Prozent auf 17,44 Dollar zu. HP hatte am vergangenen Freitag die Übernahme von Compaq für knapp 19 Milliarden Dollar angeschlossen. Fiorina führt das fusionierte Unternehmen. Der ehemalige Compaq- Chef Michael Capellas ist als Präsident für die Tagesgeschäfte verantwortlich. Er ist die Nummer zwei im HP-Führungsteam.

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