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Hewlett-Packard: Kauf von Compaq hat Haken und Ösen!

Der Dow Jones-Wert Hewlett-Packard kauft für 25 Milliarden Dollar in Aktien den weltweit zweitgrößten PC-Hersteller Compaq Computer. Basierend auf den Schlusskursen vom Freitag sollen die Aktionäre von Compaq mit jeweils 0,6325 Hewlett-Packard Aktien abgefunden werden und eine Übernahmeprämie von lediglich zehn Prozent erhalten.

Das Management beider Firmen hat dem Zusammenschluss bereits zugestimmt. Die Übernahme, die bis Mitte des kommenden Jahres abgewickelt sein soll, wird nach zwei Jahren zu jährlichen Einsparungen von voraussichtlich 2,5 Milliarden Dollar führen und soll die Ergebnisse im Fiskaljahr 2003 verbessern. Basierend auf den Daten vom zweiten Quartal, wird der neue Konzern rund 18 Prozent des PC-Weltmarktes halten. Dell Computer hält einen Marktanteil von 13 Prozent. Die Analysten wissen noch nicht, was von der Hochzeit zu halten ist. "Der Zusammenschluss macht keinen Sinn", meint Ashok Kumar von US Piper Jaffray. Die notwendigen Bemühungen Compaq zu integrieren, werden das Management von Hewlett-Packard vom Lösen der eigenen Schwierigkeiten ablenken, befürchtet der einflussreiche Analyst. Laura Conigliario von Goldman Sachs sieht die Lage etwas gelassener. "Wir halten den Deal für generell positiv. In Anbetracht der wenigen Alternativen, war dies wohl die beste Wahl", so die Analystin. Andererseits werfe eine derart große Transaktion immense Umsetzungsschwierigkeiten auf, die nur über einen Zeitraum mehrerer Jahre ausgearbeitet werden können. Ganz abgesehen davon, werden auch die Wettbewerbsbehörden den Segen für den Deal geben müssen.

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