Hewlett-Packard-Quartalsergebnis wie von Analysten erwartet
HP verbucht zwei Milliarden Dollar Nettoverlust

Der weltweit zweitgrößter Computerhersteller, Hewlett-Packard (HP), hat bei hohen Umstrukturierungskosten in seinem dritten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von zwei Milliarden Dollar verbucht. Vor Sonderposten verzeichnete aber der Konzern, der Anfang Mai seinen Konkurrenten Compaq übernommen hatte, einen Gewinn im Rahmen der Markterwartungen.

Reuters PALO ALTO. Finanzchef Bob Wayman sagte, es sei weiterhin geplant, auf Grund der vorgenommenen Fusion 15 000 Stellen zu streichen. Im laufenden Quartal erwartet der Konzern eine leichte Besserung seiner Ergebnisse.

Hohe Umstrukturierungskosten

Einschließlich fusionsbedingter Kosten sei in den drei Monaten zum 31. Juli ein Nettoverlust von 2,0 Milliarden Dollar oder 67 Cent je Aktie entstanden, teilte Hewlett-Packard (HP) am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Im Vorjahreszeitraum hätte sich der Verlust eines kombinierten Geschäfts von HP und Compaq auf 116 Millionen Dollar oder vier Cent je Aktie belaufen. Vor Sonderposten ergab sich den Angaben zufolge einen Gewinn von 420 Millionen Dollar oder 14 Cent je Aktie. Nach einer Umfrage von Thomson First Call hatten Analysten im Mittel ebenfalls mit einem Gewinn je Aktie in dieser Höhe gerechnet.

Der Umsatz sei im dritten Quartal mit 16,5 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum (18,2 Milliarden Dollar ausgehend von einem kombinierten HP-Compaq-Geschäft) rückläufig gewesen. Für das laufende vierte Quartal rechnet HP mit einem Umsatz von 17,4 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 0,22 Dollar.

Geplanter Stellenabbau wird vorangetrieben

Finanzchef Wayman sagte nach Bekanntgabe der Zahlen, sein Unternehmen werde wie geplant den Abbau von 15 000 Arbeitsplätzen vorantreiben. Das Geschäftsumfeld bezeichnete er als schlechter als erwartet. Zudem sehe er neue Anzeichen einer Schwäche in der Computerindustrie. Weiter sagte Wayman, dass sich die Lage für HP in den USA zwar beruhige, er aber im weltweiten Geschäft dafür noch einige Risiken sehe.

Im nachbörslichen Handel kletterte der Aktienkurs des Unternehmens zeitweise auf 14,70 Dollar, nachdem die Papiere im regulären Handel an der Wall Street 4,3 Prozent auf 14,21 Dollar verloren hatten.

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