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Hewlett-Packard verfehlt Gewinnerwartungen

Das zweitgrößte Computerunternehmen der Welt, Hewlett-Packard (HP), hat wegen hoher Verluste bei Servern und Speicherprodukten die Gewinnerwartungen der Wall Street für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 deutlich verfehlt.

dpa PALO ALTO. Das zweitgrößte Computerunternehmen der Welt, Hewlett-Packard (HP), hat wegen hoher Verluste bei Servern und Speicherprodukten die Gewinnerwartungen der Wall Street für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 deutlich verfehlt.

Die HP-Aktien sind am Donnerstag zum Handelsauftakt um 14,24 % auf 16,74 $ eingebrochen. Konzernchefin Carly Fiorina nannte die Leistungen in der Server- und Speicherproduktsparte "nicht akzeptabel" und kündigte sofortige Veränderungen im Management an. Damit will sie die Sparte im vierten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen bringen.

Hewlett-Packard, der weltgrößte Druckerhersteller und zweitgrößte PC-Anbieter, war hingegen mit den beiden Hauptsparten sowie mit seinem Dienstleistungs- und Softwaregeschäft zufrieden, betonte Fiorina am Donnerstag.

Die Gesellschaft wies für den am 31. Juli beendeten Quartalsabschnitt einen Gewinn von 586 Mill. $ (480,3) Mill. $ aus gegenüber 297 Mill. $ im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gewinn pro Aktien legte auf 19 (Vorjahresvergleichszeit: 10) Cent zu. Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren verdiente Hewlett-Packard aber nur 24 (23) Cent, während die Wall Street von 31 Cent je Aktie ausgegangen war.

Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 18,9 Mrd. $. Die Analysten hatten mit 19 Mrd. $ Quartalsumsatz gerechnet. Dabei legte die Gesellschaft in Nord- und Südamerika um vier Prozent auf 8,4 Mrd. $, in Europa um 14 % auf 7,5 Mrd. $ und im asiatisch-pazifischen Raum um elf Prozent auf drei Mrd. $ zu.

Der Neunmonatsumsatz erhöhte sich auf 58,5 (53,2) Mrd. $ und der Halbjahresgewinn auf 2,4 (1,7) Mrd. $ oder 78 (55) Cent je Aktie.

Die Gesellschaft führte die Probleme der Server- und Speicherprodukt-Sparte unter anderem ein neues Auftragssystem in den USA sowie aggressive Rabatte in Europa zurück. Hewlett-Packard befindet sich in harten Preiskämpfen mit Anbietern wie IBM und EMC. Der Spartenumsatz fiel um fünf Prozent auf 3,4 Mrd. $, und es gab einen Verlust von 208 (20) Mill. $.

Der PC-Umsatz erhöhte sich um 19 % auf 5,9 Mrd. $ und der Dienstleistungsumsatz um zwölf Prozent auf 3,5 Mrd. $. Das Druckergeschäft legte um acht Prozent auf 5,6 Mrd. $ zu. Der Softwareumsatz stieg um 17 % auf 223 Mill. $.

Hewlett-Packard erwartet für das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 21 Mrd. $ bis 21,5 Mrd. $ und unter Ausklammerung von Sonderfaktoren einen Gewinn von 35 Cent bis 39 Cent je Aktie.

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