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Heyde plant geringere Steigerungsraten

Die am Frankfurter Neuen Markt notierte Heyde will das Jahr 2001 mit geringeren Steigerungsraten angehen und mehr in interne Strukturen investieren. "In einem Unternehmen mit heute 1800 Mitarbeitern sind auch Integrationsthemen zu bewältigen, statt nur den Umsatz im Auge zu haben", sagte Vorstandschef Dieter Heyde am Mittwoch in Frankfurt.

rtr FRANKFURT. Das Vorsteuerergebnis werde 2001 voraussichtlich um 15 % auf 49,4 Mill. DM klettern. Beim Umsatz sei ein organisches Wachstum um mehr als 30 % auf 470 Mill. DM geplant. Im laufenden Jahr werde sich der Umsatz voraussichtlich auf 360 (Vorjahr: rund 180) Mill. vedoppeln bei einem Vorsteuergewinn von 43 (22,) Mill. DM. "Unser Korridor für die Umsatzrendite liegt zwischen zehn und 15 %, in dem wir in jedem Fall bleiben", sagte Heyde.

Die Aktien des IT-Unternehmens gaben am Mittwoch auf bis zu 17,70 Euro nach, nachdem sie am Dienstag mit 20 Euro aus dem Handel gegangen waren. Kurz nach Mittag notierte das Papier 3,75 % im Minus bei 19,25 Euro.

In den ersten neun Monaten setzte Heyde unter Einbeziehung fast aller Akquisitionen nach eigenen Angaben 227 Mill. DM um nach 103 Mill. DM im Vorjahreszeitraum. Das Vorsteuerergebnis habe sich auf rund 24 (14,6) Mill. DM und das operative Ergebnis (Ebit) auf 18,64 (12,79) Mill. DM belaufen. In der noch deutlichen Distanz zwischen Neun-Monats-Umsatz und Gesamtjahrsumsatzprognose sieht der Vorstandschef kein Problem. Das vierte Quartal verlaufe traditionell sehr stark, sagte er. "Wir können im laufenden Quartal einen Gutteil hochmargiger Lizenzumsätze verzeichnen, die insgesamt das vierte Quartal 2000 zum gewinnstärksten in der Geschichte des Unternehmens machen werden", fügte Heyde hinzu.

Eine geplante Akquisition in den USA, bei der bereits unterschriftsreife Verträge verhandelt worden seien, werde angesichts der Entwicklung auf den Kapitalmärkten vorerst nicht erfolgen, sagte der Vorstandschef. Die Gespräche würden unter Umständen wieder aufgenommen, wenn sich der Kapitalmarkt verbessert habe. Der Schritt in die USA sei und bleibe eine klare Markterfordernis, da eine Präsenz in allen Schlüsselmärkten unabdingbar sei, um für global agierende Kunden als bevorzugter Lieferant weltweit tätig zu werden.

Die im September angekündigte Ausrichtung der Heyde-Gruppe auf fünf Divisionen wird nach Worten Heydes auch durch eine personelle Neuaufstellung und Verstärkung im Vorstand nachvollzogen. Neu in den Vorstand berufen worden seien Dirk Wittenborg, Joachim Miebach, Thomas Eisenbarth, Holger Kleingarn und Klaus Hardy Mühleck. Der ehemals für Strategie und Marketing zuständige Matthias Solher verlasse zum Jahreswechse das Unternehmen und werde als Vorstand in die Direkt Anlage Bank wechseln. Ebenfalls zum Jahresende schieden Reinhard Pelz und Otto Wagner aus dem Vorstand aus, sagte Heyde.

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