Hiddink: Trotz Hitze Turbo-Fußball gegen USA
Südkorea im Fußball-Fieber

Südkorea ist aus dem Häuschen. Das World Cup Stadium in Daegu hätte 200 000 Plätze bieten können und wäre für die Partie der Gastgeber gegen die USA am Montag (8.30 Uhr MESZ) immer noch zu klein. Seit dem 2:0 über Polen stehen sowohl Fans als auch die in der Mehrheit Fußball-Ahnungslosen im Land des Mitausrichters unter Hochspannung.

dpa DAEGU. Auf Märkten werden stapelweise rote Trikots verkauft; pausenlos flimmern im Fernsehen die Tore der "Roten" über die Mattscheibe. "Wir wollen unser großes Ziel verwirklichen, in die zweite Runde vorzudringen", betont Trainer Guus Hiddink und entspricht damit den Erwartungen der Nation.

Allerdings zeigte sich auch Hiddink vom 3:2-Aufakterfolg der USA über Titelaspirant Portugal überrascht. "Die Amerikaner sind sehr viel stärker, als ich erwartet habe", wunderte sich der 55 Jahre alte Niederländer. "Aber wir spielen so wie geplant - egal, ob der Gegner stark oder schwach ist."

Angst vor möglichen Anschlägen und eine latent anti-amerikanische Haltung hat die Organisatoren veranlasst, für die Partie die höchste Sicherheitsstufe auszurufen. "Die einzige Geschichte, die mich interessiert, ist die Geschichte des Fußball", sagt Hiddink. Die gemeinsame Länderspielhistorie weist zwei Siege der USA, ein Unentschieden und einen südkoreanischen Erfolg aus.

Trotz der zu erwartenden Hitze in dem Nachmittagsspiel (15.30 Uhr Ortszeit) verspricht Hiddink Hochgeschwindigkeits-Fußball. "Körperlich haben wir kein Problem damit", meint der frühere niederländische Bondscoach, der die Oranjes 1998 in Frankreich bis ins Halbfinale geführt hatte. Bereits damals schloss er mit der südkoreanischen Mannschaft Bekanntschaft. Das von Bum-Kun Cha betreute Team unterlag den Niederländern in der Vorrunde mit 0:5.

Seither hat sich viel verändert. Hiddink übertrug das typisch niederländischen Offensiv-System auf die technisch versierten Asiaten und lehrte sie taktische Disziplin. Seit Januar hat er die Nationalspieler nahezu rund um die Uhr um sich. "Ich konnte das Team wie eine Club-Mannschaft führen. Das hat das Spielverständnis enorm gestärkt", versichert der Trainer.

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