High-Tech-Industrie sprenge die bisherigen Statistik-Methoden
Greenspan fordert mehr statistische Instrumente

"Neue Technologien haben eine Reihe von Definitionsproblemen ans Tageslicht gebracht", sagte der US-Notenbank-Chef in seiner Rede vor der National Association of Business Economics.

dpa WASHINGTON. Die High-Tech-Industrie sprengt die bisherigen Statistik-Methoden und macht damit Voraussagen zur Wirtschaftslage ungenau. Das sagte US-Notenbank-Chef Alan Greenspan am Dienstag in Washington vor Wirtschaftseperten. Der Notenbankchef äußerte sich in seiner Rede vor der National Association of Business Economics nicht zur Geldpolitik. Börsenmakler hatten von Greenspan eine Analyse der jüngsten Kurseinbrüche und eine Interpretation der amerikanischen Wirtschaftsdaten erhofft.

"Die neueren Technologie und die Struktur ihrer Erzeugnisse (...) haben eine Reihe von Definitionsproblemen ans Tageslicht gebracht", sagte er. Dies sei in der Welt der Stahl-, Textil- und Getreideproduktion nicht der Fall gewesen. "Vor allem während der vergangenen ein oder zwei Jahrzehnte spiegelt ein ständig wachsender Anteil des Bruttoinlandsprodukts eher den Wert von Ideen wider statt von erforderlichem Material oder Arbeitsaufwand", sagte Greenspan.

Vor allem die Definitionen von Preis und Wert einer Dienstleistung passten oft nicht mehr zu den Realitäten. Dies werde vor allem im Gesundheitswesen deutlich. Effizientere Operationstechniken machten zum Teil ambulante und damit preiswerte Behandlungen möglich. Dies senkt in der Statistik den Umsatz und den Preis, erhöht jedoch den Wert für den Patienten. Für die Datenerhebung stelle dies eine große Herausforderung dar, sagte Greenspan.

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