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Hightechsektor sorgt wieder einmal für schlechte Stimmung

Der US Aktienmarkt, allen voran der Hightech Sektor, dürfte amDonnerstag schwächer beginnen. Auch wenn die meisten Analysten und Händler wohl eher die Skipisten von Vermont als die New Yorker Finanzmeile bevölkern, sorgt der ein oder andere negative Kommentar zu PC- und Chipaktien für schlechte Stimmung. Glühwein statt Börsenhektik ist angesagt.

IBM

wird vorbörslich durch negative Kommentare des Brokerhauses Pridential Securities belastet. Man vermutet, dass Big Blue am 17. Januar eine enttäuschende Entwicklung der Umsätze melden wird. Verantwortlich dafür sei unter anderem die unerwartet schleppende Nachfrage im PC Bereich des Konzerns. Das Management rechnete im Vergleich zum vorhergehenden Quartal in der PC Sparte mit einem Umsatzplus von 13 Prozent. Tatsächslich dürften die Umsätze aber stagnieren. Prudential revidiert die Umsatzerwartungen für das vierte Quartal von 25,3 Milliarden Dollar auf 24,5 Milliarden Dollar nach unten.



Unter die Räder geraten auch die Aktien von Dell Computer. Prudential senkt die Gewinnerwartungen pro Aktie von 1,12 auf 1,06 Dollar pro Aktie. Die Umsatzerwartungen werden von 8,38 Milliarden auf 8,29 Milliarden Dollar reduziert. Preisdruck im Notebook Bereich und langsameres Wachstum im Server Segment seien dafür verantwortlich. Im Gegensatz zu IBM und Dell dürften die Aktien von Jabil Circuits deutlich fester starten. Der Hersteller von Circuit Boards wird die Aktien von Coastal Corp. im S&P 500 Index ersetzen. Zahlreiche Aktienfonds müssen die Aktie daher in ihre Portfolios aufnehmen.



Während die PC Werte durch Prudential Securities getroffen werden, wirken sich negative Kommentare der ABN Amro auf den Chipsektor belastend aus. Der dortige Analyst revidiert seine Wachstumserwartungen für das kommende Jahr nach unten. Die Branche werde nur eine Steigerungsrate von 25 Prozent verzeichnen. Bisher rechnete er mit einem Wachstum von 35 Prozent. Außerhalb des Technologiebereiches überschattet eine Ertragswarnung den Transportbereich. Die Eisenbahngesellschaft Union Pacific wird die Gewinnschätzungen des Marktes nicht einhalten können und rund vier Prozent der Belegschaft abbauen. Das Management warnt, dass das Ergebnis im vierten Quartal in einer Spanne von 87 bis 90 Cents pro Aktie ausfallen werde. Die Erwartungen des Marktes lagen bei 93 Cents Gewinn pro Aktie.



Wenn auch die Unternehmensnachrichten dünn gestreut sind, könnte zumindest die ein oder andere Wirtschaftszahl für Bewegung sorgen. Um 16 Uhr MEZ wird das Verbrauchervertrauen für den Monat Dezember gemeldet. Eine sehr wichtige Zahl, da das Vertrauen die Spendierfreudigkeit und Stimmung des Volkes wiederspiegelt. In den USA macht rund 2/3 des BIP der Konsum aus. Analysten gehen davon aus, dass das Vertrauen von 133,5 im November auf 128 im Dezember gesunken ist. Parallel werden ebenfalls die Verkäufe existierender Häuser für den Monat November gemeldet. Die seit Wochen sinkenden Hypothekenzinsen heizen den Immobilienmarkt weiter an. Nach 4,96 Millionen abgeschlossenen Verkäufen, sollen im November 5,07 Millionen Abschlüsse zustande gekommen sein.

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