Highway 101 – Die Silicon Valley Kolumne Nr. 48
Was wird aus den Telcos?

Sprachtelefonie, der klassische Ergebnisträger der Telekommunikationsindustrie, geht unaufhaltsam zurück. Im aufstrebenden Datenmarkt herrschen jedoch andere Gesetzmäßigkeiten. Damit erhält die Frage nach künftigen Geschäftsmodellen in der Telekommunikation und dem hierzu notwendigen Wandel der Anbieter eine neue Brisanz.

Es ist kaum mehr zu verbergen: den großen Telekommunikationsunternehmen in gesättigten Märkten bricht weltweit unaufhaltsam der Ergebnisträger Sprachtelefonie weg. Am deutlichsten ist dies im Festnetzbereich zu beobachten, wo die großen Carrier auf beiden Seiten des Atlantik Quartalsergebnisse mit Sprachumsatzrückgängen zwischen 5 und 8% vorlegten.

Auch der Mobiltelefonmarkt zeigt Risse, am stärksten in kleinen Märkten mit vielen Anbietern. Bisher ist all dies weitgehend durch Kostenreduzierungen, Wachstum in ungesättigten Märkten und einfachen Datendiensten kompensierbar. Die weitere Entwicklung wird jedoch eine grundsätzliche Revision des Geschäftssystems verlangen.

Die fundamentalen Treiber

Grund für den derzeitigen und künftigen Druck auf die Geschäftssysteme ist das Zusammenfließen mehrerer Faktoren:

Verschärfter Wettbewerb: Nach vielen Umwegen seit der so genannten Deregulierung tritt allmählich überall harter Wettbewerb in der Telekommunikation auf. Ob Call-by-Call in Deutschland, mobile Substitution in Skandinavien, Breitbandkabelanbieter in den USA oder UMTS-getriebener Verdrängungswettbewerb in Österreich, der inzwischen Minutenpreise unter 1 Cent hervorgebracht hat. In einem oder mehr Segmenten gibt es inzwischen in jedem Land scharfen Wettbewerb.

Voice-Over-IP: Parallel hierzu sorgt Voice-Over-IP, das inzwischen reife Technologien und Geschäftsmodelle hervorgebracht hat, dafür, dass Sprache über das Festnetz seine alte Profitabilität nicht mehr zurückgewinnen kann.

Schwierige Datendienste: Datendienste, Hoffnungsträger Nummer eins in der Telekommunikation, erweisen sich bis dato weniger lukrativ als erwartet. Die Margen im Geschäft mit Breitbandanschlüssen sind dünn. Im Mobilfunkbereich floriert das Geschäft bisher nur mit SMS und Klingeltönen, beides keine zukunftsträchtigen Geschäfte. Innovative Dienste werden statt dessen zunehmend von Dritten erbracht.

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