Hilfe bei WTO-Beitritt angekündigt
Bush will USA-Nahost-Freihandelszone

US-Präsident George W. Bush will nach Angaben aus US-Regierungskreisen heute (Freitag) den Aufbau einer Freihandelszone zwischen den USA und Staaten des Nahen Ostens vorschlagen.

Reuters WASHINGTON. Wie aus den Kreisen verlautete, soll die Zone innerhalb eines Jahrzehnts aufgebaut werden. Teilnahmewillige Staaten müssten unter anderem den Terrorismus und die Korruption bekämpfen sowie gute Geschäftspraktiken fördern. Die USA würden den Staaten helfen, Mitglied in der Welthandelsorganisation (WTO) zu werden. Israel und Jordanien haben bereits Freihandelsabkommen mit den USA unterzeichnet.

Bush sei der Ansicht, dass die Völker des Nahen Ostens es verdienten, an dem wirtschaftlichen Wohlstand teilzuhaben, der in vielen anderen Teilen der Welt existiere, verlautete aus den Kreisen. Der Präsident werde seinen Vorschlag während einer Rede an der Universität von South Carolina vorstellen.

Ägypten hat die USA nach dem Irak-Krieg zum Abschluss eines Freihandelsabkommens gedrängt, Saudi-Arabien will seit Jahren US-Hilfe, um in die WTO aufgenommen zu werden. US-Außenminister Colin Powell soll die Region am Wochenende besuchen. Für Juni ist seine Teilnahme an einem Treffen des Weltwirtschafts-Forums in Jordanien zusammen mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Zoellick geplant.

Experten sagten, ein solches Abkommen könne zwar den Nahost-Friedensprozess fördern, jedoch nicht allein zu einem Frieden zwischen arabischen Staaten und Israel führen. "Freihandelskommen könnten sinnvoll sein", sagte David Makovsky vom Institut für Nahost-Politik in Washington. "Aber ich glaube nicht, dass sie alleine ein Katalysator für einen regionalen Frieden im Nahen Osten sein werden. Da gibt es einige ziemlich schwierige Fragen."

Die USA haben zusammen mit den Vereinten Nationen (UN), der Europäischen Union (EU) und Russland einen Friedensplan erarbeitet, der anderem ein Ende der Gewalt und ein Stopp des Baus jüdischer Siedlungen gefordert. Nach Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Palästinensern und Israelis soll dem Plan zufolge bis 2005 ein palästinensischer Staat gebildet werden.

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