Hilfspaket wird geschnürt
Bush will US-Fluglinien helfen

US-Präsident George W. Bush will nach Angaben einer Sprecherin des Präsidialamtes mit einem umfassenden Hilfspaket der US-Luftfahrtbranche helfen, die durch die Anschläge der vergangenen Woche stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die US-Fluggesellschaften benötigen nach Berechnung des Branchenverbandes als Hilfe bis zu 24 Mrd. Dollar.

rtr WASHINGTON/CHICAGO. Mehrere Fluglinien hatten bereits drastische Stellenkürzungen und Flugplanstreichungen aufgrund der einbrechenden Nachfrage angekündigt. Die Aktien der US-Fluggesellschaften verzeichneten am Montag, am ersten Handelstag seit den Anschlägen, drastische Kursverluste. "Der Präsident ist der Meinung, wir sollten eine Paket schnüren, dass den Fluglinien hilft, aus den Schwierigkeiten zu kommen - ein umfassendes Paket", sagte die Sprecherin des Präsidialamtes Claire Buchan am Montag in Washington. Vertreter der Fluggesellschaften sollten sich am Dienstag mit dem Wirtschaftsberater des Präsidenten Lawrence Lindsey und Verkehrsminister Norman Mineta treffen, um ihre Wünsche und die Angebote der Regierung zu besprechen.

Kreditbürgschaften, Steuererleichterungen und direkte Finanzhilfen sollen Airlines helfen

Die US-Vereinigung für Lufttransport nannte unterdessen am Montag in Chicago die Bestandteile des gewünschten Hilfspaketes von der Regierung. Es solle Kreditbürgschaften bis zu 11,2 Mrd. Dollar, Steuererleichterungen von 7,8 Mrd. Dollar beispielweise auf Flugzeugtreibstoff und bis zu fünf Mrd. Dollar an direkter Finanzhilfe enthalten, sagte der Verbandssprecher Michael Wascom. Mehrer US-Fluggesellschaften kündigten bereits als Folge der geringeren Nachfrage nach den Anschlägen der vergangenen Woche Stellenabbau und Kapazitätkürzung an. Die Fluglinie US Airways teilte mit, sie wolle ihre Kapazität um 23 % verringern und rund 11 000 der bisher 46 500 Stellen abbauen.

Auch die Regionalfluglinie America West will Gewerkschaftsangaben zufolge ihre Kapazität um 20 % verringern und rund 2000 Stellen streichen. Bereits am Samstag hatte die fünftgrößte US-Fluglinie Continental Airlines die Streichung von 12 000 Stellen bekannt gegeben. Continental will eigenen Angaben zufolge unter anderem die Verbindungen nach Düsseldorf und London Stansted komplett, sowie andere Verbindungen zeitweise einstellen. Die größte US-Fluggesellschaft American Airlines, sowie die dritt- und viertgrößten Fluglinien Delta und Northwest Airlines hatten Pläne zur Reduzierung von Flugverbindungen in Aussicht gestellt. Die Aktien der US Airways fielen am Montag an der Wall Street um mehr als 52 % auf 5,57 Dollar. Die Papiere von America West gaben mehr als 65 % auf drei Dollar nach.

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