Hillary Clinton
Grell lachend ins Weiße Haus

Sie will als erste Frau den Kampf um das Weiße Haus gewinnen. Um diesem Ziel näher zu kommen, nutzt Hillary Clinton jede Gelegenheit zun Spendensammeln - selbst ihren 60. Geburtstag. Derzeit stehen ihre Chancen nicht schlecht. Happy Birthday, Mrs. President?

DÜSSELDORF. Wie es sich im Internetwahlkampf gehört, schickt John McCain seinen Glückwunsch per Video. Bunte, psychedelische Bilder, Musik von den Doors, tanzende Hippies - und aus dem Off die Stimme des Republikaners: "Vor ein paar Tagen hat Hillary Clinton versucht, eine Million Dollar Steuergelder für ein Woodstock-Museum zu erhalten." Es sei sicher ein "kulturelles und pharmazeutisches Ereignis" gewesen, aber "ich war verhindert". Schnitt. Schwarz-Weiß-Bilder des jungen McCain auf einer Bahre, als Kriegsgefangener in Vietnam.

Für alle, die die Botschaft noch nicht verstanden haben, setzt McCain nach: "Niemand wird Präsident der Vereinigten Staaten, der solche Projekte vertritt." » www.johnmccain.com/tvads Genau das Gegenteil will Clinton, die am Freitag 60 Jahre alt wird, beweisen und in einem Jahr als erste Frau den Kampf um das Weiße Haus gewinnen. Noch sind es Monate bis zur ersten Vorwahl, aber ihre Chancen stehen nicht schlecht.

In allen Umfragen führt Clinton die demokratischen Bewerber mit Abstand an. In der letzten Umfrage von Bloomberg/LA Times hat die Senatorin von New York eine Zustimmungsrate von 48 Prozent, 31 Prozentpunkte mehr als Barack Obama. Und auch in den frühen Vorwahlstaaten liegt sie vorne. Ihre Wahlkampfkasse ist mit 91 Mill. Dollar prall gefüllt, ihre Kampagne bestens organisiert. 3 000 Gäste hatten sich zur Geburtstagsfete am Freitagabend im Beacon-Theater in Manhattan angesagt, 1,5 Mill. Dollar flossen in die Kasse.

"Die Clintons sind eine politische Maschine. Die Kampagne ist sorgfältig geplant, vorsichtig und langweilig, entwickelt aber eine gewaltige Finanzkraft", urteilt Richard Baehr vom konservativen Blatt "American Thinker" ( » www.americanthinker.com). "Wenn sie in Iowa gewinnt, ist sie Kandidat der Demokraten. Selbst wenn sie dort verliert, steckt sie das weg."

Die republikanischen Gegner haben sich darauf eingestellt. 70-mal fiel ihr Name bei der Debatte am vergangenen Wochenende bei Fox-TV. Obama wurde exakt null mal erwähnt. Nicht dass sich McCain, Rudy Giuliani oder Mitt Romney darüber ärgern. Clinton wirke auf das bislang so unentschiedene Feld der Republikaner wie "eine Doping-Spritze", sagt Baehr.

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