Hillary Clinton startet in Wahlkampf
Auf allen Seiten lauern Fallen

Am heutigen Mittwoch startet Hillary Clinton ihren Walkampf - auch für die Präsidentschaft. Die Vergangenheit blendet die Senatorin von New York dabei ganz bewusst aus. Doch auch für die Zukunft ergeben sich Unklarheiten.

WASHINGTON. 18 Minuten lang werden am Mittwoch die Delegierten in Buffalo auf einen großen Bildschirm blicken und Hillary Clinton erleben. 18 Minuten lang Hillary unermüdlich bei der Arbeit als Senatorin, Hillary nahe bei den Menschen von New York, Hillary vereint mit ihrem Mann in einer glücklichen Ehe. Amerikanische Wähler werden auftreten, die sagen, dass sie bei der letzten Wahl vor sechs Jahren nicht für sie gestimmt hätten, dies aber nun tun würden. Und Bill wird erscheinen und seine Frau loben.

Aber niemand wird über ihre Vergangenheit sprechen. Über ihre Zeit als First Lady, über die Lewinsky-Affäre, über ihre gescheiterte Gesundheitsreform. Und auch nicht über ihre Zukunft - die einer möglichen Präsidentin der USA.

In Buffalo, im Norden des Bundesstaates New York, geht es am Mittwoch um den Kampagnenstart für Hillary Clintons Wiederwahl als Senatorin. Die demokratischen Delegierten sollen dort jene Frau auf den Schild heben, die wie keine andere demokratische Politikerin Hoffnungen und Befürchtungen symbolisiert. Hoffnungen, weil es in den Reihen der Oppositionspartei niemanden sonst gibt, der so viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. Und Befürchtungen, weil auch kein anderer Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen 2008 das Land derart polarisieren könnte. Zu Hillary hat jeder eine klare Meinung, Enthusiasmus oder entschiedene Ablehnung. Dazwischen scheint es nichts zu geben.

Dabei verschwindet die Senatorin selbst hinter einer Mauer von Unklarheiten. "Wo würde sie das Land hinführen, würde sie gewählt?" fragt kritisch die "Washington Post" - und zählt süffisant auf, wie wenig griffig Hillary Clinton ist. Liberal in der Gesundheitspolitik, eher konservativ bei der nationalen Sicherheit, irgendwo in der Mitte beim Reizthema Abtreibung.

Doch selbst dann, wenn man glaubt, sich bei Hillary Clinton auf festem Terrain zu bewegen, oszilliert die Dame, die im kommenden Jahr 60 Jahre alt wird. So sagte sie zum Irak: "Ich stimme nicht mit jenen überein, die glauben, wir sollten aus dem Irak abziehen." Aber ergänzte dann: "Aber ich glaube auch nicht, dass wir ewig dort bleiben sollten."

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