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Himmlische Mannschaftssitzung der Real-Stars

Siegesschwur in 10 000 Meter Höhe: „Präsident, wir werden gewinnen“, versicherten Luis Figo & Co. Real Madrids Clubchef Florentino Pérez an Bord des Flugzeuges, mit dem das Team zum Champions-League-Spiel bei Dynamo Kiew unterwegs war.

dpa HAMBURG. Siegesschwur in 10 000 Meter Höhe: "Präsident, wir werden gewinnen", versicherten Luis Figo & Co. Real Madrids Clubchef Florentino Pérez an Bord des Flugzeuges, mit dem das Team zum Champions-League-Spiel bei Dynamo Kiew unterwegs war.

Selbst ein Remis würde den Spaniern beim ukrainischen Fußball-Serienmeister schon helfen, denn in diesem Fall hätte die Mannschaft von Trainer Mariano García Remón nach dem 1:0- Hinspielsieg den Direktvergleich für sich entschieden.

"Wenn wir in Kiew gewinnen, stehen wir mit anderthalb Beinen in der nächsten Runde", meinte Torwart Iker Casillas. Ein "halbes Bein" fehlt aber noch, denn in der "Hammergruppe" B ist alles möglich. Ein punktgleiches Trio streitet sich um die zwei Plätze in der K.o.-Runde der besten 16: Vor dem vierten Spieltag führte Kiew vor Bayer Leverkusen und Real - alle haben sechs Zähler auf dem Konto.

Michael Owen, der beim 1:0 gegen Kiew das Siegtor erzielte und auch beim schmeichelhaften 2:0 gegen Aufsteiger Getafe traf, kommt immer besser in Schwung. "So langsam werde ich mit dem Real-Publikum warm. Ich freue mich über die Tore, aber das Wichtigste ist, dass wir gewinnen. Wir müssen uns noch steigern, aber wir sind auf dem besten Wege", meinte der englische Auswahlstürmer. Sein Kollege Figo ist nach einer auskurierten Mandelentzündung wieder an Bord; dagegen muss García Remón weiter auf Spielmacher David Beckham (Rippenbruch) verzichten.

Der Trainer hat gute Erinnerungen an Kiew. Vor 31 Jahren lieferte er gegen Dynamo das beste Spiel seiner Karriere als Real-Torhüter, rettete seiner Mannschaft im Viertelfinal-Hinspiel ein 0:0. Die Partie fand damals in Odessa statt, weil Kiew eingeschneit war. García Remón wurde als "El Gato de Odessa" (Die Katze von Odessa) zur Torwartlegende. "Auch jetzt würde uns ein Remis gut in den Kram passen. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir Real Madrid sind. Und da möchten wir am liebsten gewinnen", meinte der Coach vor dem richtungweisenden Duell in Kiew.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in der "Königsklasse" und neun Gegentoren steht Trainer Christoph Daum mit Fenerbahce Istanbul mächtig unter Druck. Doch der Coach gab sich vor dem Auswärtsduell mit Tabellenführer Olympique Lyon (Gruppe D) gewohnt angriffslustig. "Ich gehe davon aus, dass wir ein Spiel abliefern werden, nach dem alle stolz sein können auf Fenerbahce. Dann wird auch das Ergebnis stimmen", sagte Daum vor der Presse in Lyon.

Ein erneutes Debakel wie beim 2:6 in Manchester wäre ein ziemlicher Gesichtsverlust für den deutschen Trainer, zumal der türkische Meister ausgerechnet gegen den Stadtrivalen Besiktas seine erste Saisonniederlage (1:2) einstecken musste. Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim sah sich genötigt, die "für mich und Daum kränkenden Kommentare" in der Presse zu rügen und das in den Trainer gesetzte Vertrauen zu erneuern. Gute Absichten - schlechtes Omen: In den drei Duellen mit Lyon ging Fenerbahce bisher immer als Verlierer vom Platz, zuletzt mit 1:3 in Istanbul.

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