Hindernis für Beitritt beseitigt
EU und Litauen einigen sich auf Reaktor-Stilllegung bis 2009

Die baltische Republik Litauen hat sich mit der Europäischen Union (EU) auf die Stilllegung ihres Atomkraftwerks Ignalina bis 2009 geeinigt. Die Vereinbarung wurde am Dienstag bei den Beitrittverhandlungen in Luxemburg erreicht.

rtr LUXEMBURG. Die zwei Reaktorblöcke des Kraftwerkes Ignalina seit 1983 und 1987 in Betrieb. Sie sind vom selben Typ wie die Reaktoren im ukrainischen Tschernobyl, von denen einer 1986 explodierte und weite Teile der Ukraine und des benachbarten Weißrusslands verseuchte. Sie erzeugen rund 80 % des in Litauen benötigten Stroms.

Mit der Einigung wurde ein wesentliches Hindernis für einen EU-Beitritt Litauens beseitigt. "Ohne die Aussichten auf einen EU-Beitritt wäre es für Litauen unmöglich gewesen, den Zeitpunkt der Stilllegung einzuhalten, den die EU gefordert hat", sagte EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen auf einer Pressekonferenz in Luxemburg. Die EU wird Litauen bei der Stilllegung des Kraftwerks unterstützen. Die Höhe der Finanzhilfe muss noch vereinbart werden. Die litauische Regierung veranschlagte die Kosten auf 2,4 Mrd. ?.

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