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HINTERGRUND adidas nimmt erfolgreich Revanche - Sieg im Ausrüster-Duell bei EMDPA-Datum: 2004-07-05 11:47:38

FRANKFURT (dpa-AFX) - "Impossible is nothing" - Unmöglich ist nichts. Mit dieser Überschrift und einem Bild jubelnder Griechen feierte der Sportartikelausrüster adidas-Salomon < ADS.ETR > am Montag in ganzseitigen Zeitungsanzeigen den überraschenden Sieg des von ihm gesponserten neuen Fußball-Europameisters.

FRANKFURT (dpa-AFX) - "Impossible is nothing" - Unmöglich ist nichts. Mit dieser Überschrift und einem Bild jubelnder Griechen feierte der Sportartikelausrüster adidas-Salomon < ADS.ETR > am Montag in ganzseitigen Zeitungsanzeigen den überraschenden Sieg des von ihm gesponserten neuen Fußball-Europameisters.

Europas Branchenprimus adidas nahm damit im Duell der Sportartikelausrüster erfolgreich Revanche gegen den Erzrivalen und Weltmarktführer Nike < NKE.NYS > < NKE.FSE > , der den unterlegenen Gastgeber Portugal ausrüstete: Beim WM-Finale 2002 hatten noch die von Nike gesponserten Brasilianer die Nase vorn gegen das adidas-Team Deutschland.

Die Aktie des frankischen Traditionsunternehmens reagierte am Montag positiv auf den EM-Sieg und führte zeitweise die Gewinnerliste im deutschen Standardwerteindex DAX < DAX.ETR > an. Die Papiere legten um 0,35 Prozent auf 98,35 Euro zu. "Der Kursanstieg ist eher ein emotionaler Effekt", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Der griechische Markt sei zu klein, um den adidas-Absatz - etwa durch den Verkauf von Fußballtrikots - entscheidend anzukurbeln. Der EM-Sieg habe aber für eine positive Stimmung zugunsten der adidas-Aktie an einem ruhigen Handelstag gesorgt.

AKTIE VOR EM TEURER

Auch in den Wochen zuvor hatte das EM-Spektakel trotz des riesigen Medien- und Faninteresses keinen Kursschub ausgelöst: Kurz vor Beginn der EM kostete die adidas-Aktie noch mehr als 100 Euro.

Bereits vor dem überraschenden Finalsieg Griechenlands hatte der Herzogenauracher Konzern eine positive Bilanz der Europameisterschaft gezogen - obwohl die adidas-Vorzeigeteams Deutschland, Frankreich und Spanien schon früh scheiterten und Superstars wie David Beckham, der ein eigenes adidas-Label hat, glücklos agierten. "Die Euro 2004 war für adidas ein sensationeller Verkaufserfolg", sagte Konzernchef Herbert Hainer. Dank der EM erwartet adidas in diesem Jahr einen Rekordumsatz von mehr als 850 Millionen Euro im Fußballgeschäft nach 800 Millionen Euro im Vorjahr. Mit Fußballartikeln erlöst der Konzern etwa 17 Prozent seines Gesamtumsatzes.

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