Hintergrund
Bitteres Ende nach 85 Jahren: Dornier

ebe DÜSSELDORF. Mit der Zerschlagung von Dornier verschwindet der letzte klangvolle deutsche Flugzeughersteller von der Bildfläche. Wegweisende Konstruktionen, die aber oft kommerzielle Misserfolge blieben, ziehen sich durch die mehr als 85-jährige Firmengeschichte. Weltbekannt und bestaunt, aber wenig erfolgreich waren die Flugboote des Claude Dornier - etwa die Do-X von 1929.

Mit der Integration in den Daimler-Benz-Konzern 1985, die sich bald als Sackgasse erwies, begann ein ständiger Besitzerwechsel - und der steile Abstieg. 1996 wurde Dornier von Fairchild übernommen, drei Jahre später stiegen eine US-Investmentfirma sowie die Allianz-Tochter Capital Partners ein.

Gemeinsam mit deutschen Banken investierten sie rund 1 Mrd. $ in das neue Vorzeigeprojekt 728-Jet - einen in der Branche hoch gelobten 70-Sitzer. Doch die Entwicklungskosten explodierten, und im Gefolge des 11. September fielen wichtige Umsätze aus.

Im April 2002 stellte Fairchild Dornier Insolvenzantrag.

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