Hintergrund
Chronik der Gerling-Krise

Es waren die Verluste aus dem Rückversicherungsgeschäft, die den Gerling-Konzern in die Schieflage brachten. Die Krise zieht sich nun schon seit anderthalb Jahren hin.

ali DÜSSELDORF. Es waren die Verluste aus dem Rückversicherungsgeschäft, die den Gerling-Konzern in die Schieflage brachten. Die Krise zieht sich nun schon seit anderthalb Jahren hin.

  • Dezember 2001:

    Auf Grund der Verluste des Rückversicherers schießen Rolf Gerling und die Deutsche Bank insgesamt 408 Mill. Euro frisches Kapital in den Konzern nach.
  • Januar 2002:

    Heinrich Focke, Ex-Chef der deutschen Zürich-Gruppe, übernimmt auf Wunsch der Deutschen Bank den Vorstandsvorsitz der Gerling um den Konzern zu sanieren.
  • März 2002:

    Der Verlust der RückTochter beträgt 500 Mill. Euro. Die Deutsche Bank schießt nochmal 300 Mill. Euro in den Konzern, Rolf Gerling kann nicht mehr mitziehen. Daher erhöht sich der Anteil der Bank an Gerling auf 34,5 %. Sie erzwingt die Zusage von Rolf Gerling, dass der Konzern verkauft werden soll.
  • Anfang September 2002:

    Der französische Rückversicherer Scor will große Teile von Gerlings Rückversicherungsaktivitäten übernehmen.
  • Ende September 2002:

    Scor bläst den Deal wieder ab, das Unternehmen bekommt die Finanzierung nicht zusammen.
  • Oktober 2002:

    Gerling und HDI starten Gespräche über "mögliche Kooperationen".
  • Ende Oktober 2002:

    Gerling schickt die Schaden/Unfall-Sparte des Rückversicherers in die Abwicklung (Run-off).
  • November 2002:

    Gerling trennt sich vom Rückversicherer und übergibt ihn dem Investor Achim Kann.
  • Februar 2003:

    Die Aufsicht untersagt den Rück-Deal mit Kann. Gerling wehrt sich vor Gericht.
  • März 2003:

    Führungskrise: Vorstandschef Focke geht, Björn Jansli, zuvor Chef des Sachversicherers, übernimmt die Konzernleitung.
  • März 2003:

    Erste Berichte über Verhandlungen zwischen Gerling, Deutsche Bank und Swiss Re über die Übernahme von Gerlings Kreditversicherer NCM durch die Swiss Re.
  • Ende März:

    Das Verwaltungsgericht Frankfurt erklärt Verbot des Rückverkaufs durch die BaFin für ungültig. BaFin legt Beschwerde ein.
  • April 2003:

    Gerling und HDI beenden ihre Gespräche über eine Übernahme durch den HDI.
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