Hintergrund
Chronologie: Die Querelen in der Leipziger Olympia-GmbH

4. Oktober: Erstmals wird über Stasi-Verstrickungen von Dirk Thärichen berichtet. Er ist Geschäftsführer der Leipzig 2012 GmbH für die internationale Olympia-Bewerbung und war Geschäftsführer der mittlerweile aufgelösten Gesellschaft für die nationale Bewerbung "Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH".

5. Oktober: Der Präsident des Rostocker Olympia-Fördervereins "Rostock Olymp" Harald Lochotzke räumt gegen ihn erhobene Stasi- Vorwürfe teilweise ein. Zwei Tage später tritt er zurück.

8. Oktober: Thärichen lässt sein Amt ruhen.

18. Oktober: Der Aufsichtsrat der Leipzig 2012 GmbH kündigt Thärichen fristlos, der sich nach den Stasi-Verstrickungen nun auch mit dem Vorwurf unsauberer Geschäftspraktiken konfrontiert sieht.

17. Oktober: Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) ordnet eine Überprüfung der "Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH" an.

28. Oktober: Sachsens Landessportbund-Präsident Hermann Winkler lässt sein Mandat im Aufsichtsrat der "Leipzig 2012 GmbH" ruhen. Er ist Generalsekretär der sächsischen CDU und will mit diesem Schritt den Landtagswahlkampf 2004 aus dem Gremium heraushalten. Damit setzt die CDU den stellvertretenden Aufsichtsratschef, Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, unter Erklärungsdruck. Bei Sachsens SPD ist der populäre Kommunalpolitiker als Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2004 im Gespräch.

30. Oktober: Milbradt trennt sich von Olympia-Staatssekretär Köhler. Mit der Versetzung in den einstweiligen Ruhestand reagiert er auf anhaltende Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen Köhler. 3. November: Tiefensee verzichtet auf die Spitzenkandidatur für die SPD in Sachsen.

7. November: Leipzigs Olympia-Beauftragter Burkhard Jung tritt zurück, als Berichte über dubiose Provisionszahlungen der "Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH" an die Beratungsfirma Sport Consulting International (SCI) veröffentlicht werden. Danach soll die SCI Provisionen in Rechnung gestellt und erhalten haben für öffentliche Gelder, mit denen die Stadt die Bewerbungsgesellschaft mitfinanzierte. Die Unterlagen dazu liegen jetzt bei der Leipziger Staatsanwaltschaft.

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