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Hintergrund: Der Maschinenbaukonzern Babcock Borsig

Nach dem Rückzug aus dem Schiffbau ist Babcock Borsig wieder ein reiner Spezial- Maschinenbauer vor allem auf dem Gebiet der Energietechnik.

dpa OBERHAUSEN. Der Oberhausener Konzern baut unter anderem ganze Gas- und Dampf-Kraftwerke sowie Müllverbrennungsanlagen. Die Auftragsbücher des vor mehr als hundert Jahren als Dampfkesselhersteller gestarteten Unternehmens sind zwar prall gefüllt: Order im Wert von über fünf Milliarden Euro liegen vor. Wegen langer Bau- und Lieferzeiten werden im laufenden Geschäftsjahr jedoch keine größeren Abrechnungen erwartet.

Trotz eines Verlusts von 78 Millionen Euro aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wies der Konzern im Geschäftsjahr 2000/01 (30. September) durch Verkäufe einen Überschuss von 26 Millionen Euro aus. Mit dem umstrittenen Verkauf der Kieler Werft HDW an den US- Finanzinvester OEP und dem abstoßen weiterer Beteiligungen soll der Umsatz von zuletzt 4,35 Milliarden Euro auf 2,5 Milliarden Euro schrumpfen.

Bei Babcock Borsig sind weltweit rund 22 000 Menschen beschäftigt, davon mehr als 13000 in Deutschland und allein 8600 in Nordrhein- Westfalen. Größte Anteilseigner der im Börsensegment MDax notierten Gesellschaft sind der Touristik-Riese TUI (Preussag) mit 8,9 Prozent, Deutsche Bank mit 8,8 Prozent sowie die Banken Credit Agricole Lazard FP und WestLB mit jeweils 8,5 Prozent. Der US-Investor Guy Wyser - der gegen den Verkauf des ertragsreichen "Filetstücks" HDW kämpft, hält 8,2 Prozent.

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