Hintergrund
Der Rentenbericht 2002 im Überblick

Der jährliche Rentenbericht soll einen Überblick über die aktuelle Lage und die Entwicklung der Rentenversicherung in den folgenden 15 Jahren geben. Dabei legt er verschiedene Annahmen zu Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung zu Grunde.

HB/dpa BERLIN. Derzeit sind 51,1 Mill. Menschen gesetzlich rentenversichert. Die Ergebnisse des Berichts im Einzelnen:

Beitragssatz: Der Beitragssatz soll zwar zum 1. Januar 2003 zunächst von 19,1 auf 19,5 % steigen. In den nächsten zehn Jahren wird er dem Bericht zufolge aber nicht weiter klettern. Vielmehr werde der Beitrag möglicherweise schon 2004, spätestens aber 2007 wieder auf 19,1 % sinken und bis mindestens 2010 stabil bleiben. Bei ungünstiger Wirtschafts- und Beschäftigungslage werde der Beitrag dann in den Folgejahren wieder langsam in die Höhe gehen und 2016 auf 20 % klettern.

Rentenniveau: Das Rentenniveau bleibt den Angaben zufolge weitgehend stabil. So pendelt es in den nächsten 15 Jahren zwischen 68,8 und 70,1 %.

Rentenhöhe: Insgesamt gibt es 19,2 Mill. Rentner. Die 7,8 Mill. männlichen Rentner bezogen am Stichtag 1. Juli 2001 im Durchschnitt eine Rente von 973 Euro im Monat, die 11,4 Mill. Rentnerinnen 506 Euro. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen Ost und West. So bekamen Männer in den neuen Ländern im Durchschnitt 1000 Euro monatlich an Rente, in den alten 967 Euro. Noch krasser ist das Gefälle bei den Frauen. Eine Ost-Rentnerin bekommt im Schnitt 629 Euro, eine West-Rentnerin dagegen nur 467 Euro im Monat. Der Grund: Die Ost-Rentnerinnen waren im Schnitt zehn Jahre länger berufstätig.

Finanzen: Die Rentenversicherung wird das Jahr 2002 voraussichtlich mit einer Einnahmelücke von fast 3,8 Mrd. Euro schließen. So werden die Rentenkassen den Zahlen zufolge 219,8 Mrd. Euro ausgeben, aber nur rund 216 Mrd. Euro einnehmen. Von den Einnahmen stammen 165 Mrd. Euro aus den Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Weitere 49,2 Mrd. Euro schießt der Bund zu.

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