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HINTERGRUND: Kein Schub für Sportausrüster-Aktien trotz EM-Umsatzplus erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei der am Samstag beginnendenFußball-Europameisterschaft in Portugal treffen mit Zidane, Figo oder Ballacknicht nur die besten Spieler des Kontinents aufeinander. Die EM bildet auch denRahmen für das Duell der weltgrößten Sportausrüster wie Nike , adidas-Salomon oder Puma im milliardenschwerenMarkt der Fußballartikel. Dank des Millionenpublikums in den Stadien und an denFernsehern sowie aufwendiger Marketingkampagnen rechnet die Branche mitdeutlichen Umsatzsteigerungen. Die Aktienkurse dürfte das dreiwöchige Spektakelaber kaum bewegen, sagen Börsianer.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei der am Samstag beginnendenFußball-Europameisterschaft in Portugal treffen mit Zidane, Figo oder Ballacknicht nur die besten Spieler des Kontinents aufeinander. Die EM bildet auch denRahmen für das Duell der weltgrößten Sportausrüster wie Nike , adidas-Salomon oder Puma im milliardenschwerenMarkt der Fußballartikel. Dank des Millionenpublikums in den Stadien und an denFernsehern sowie aufwendiger Marketingkampagnen rechnet die Branche mitdeutlichen Umsatzsteigerungen. Die Aktienkurse dürfte das dreiwöchige Spektakelaber kaum bewegen, sagen Börsianer.

Besonders die deutschen Sportausrüster adidas-Salomon und Puma setzen großeHoffnungen in die EM. "Für dieses Jahr erwarten wir neue Rekordumsätze mitFußball-Ausrüstung und ich gehe davon aus, dass wir nächstes Jahr nochmalszulegen können", sagte adidas-Vorstandschef Herbert Hainer.

IMPULSE FÜR DIE MARKE

Im vergangenen Jahr setzte adidas 800 Millionen Euro mit Fußballartikeln um,rund 13 Prozent des Konzernumsatzes. Bei der EM rüstet das Traditionsunternehmenaus Herzogenaurach fünf Nationalteams aus, darunter Titelverteidiger Frankreichund Deutschland. Außerdem liefert adidas als Partner der UEFA den offiziellenEM-Ball.

Der fränkische Konkurrent Puma geht dank der Fußball-EM von einemzweistelligen Plus im Geschäft mit Fußballschuhen und-kleidung aus. KonzernchefJochen Zeitz erwartet aber noch mehr von dem Spektakel, bei dem Puma vierNationalmannschaften sponsert, darunter die italienische: "Wir rechnen mitImpulsen für die Marke."

AUFWAND IN MILLIONENHÖHE

Die Kauflust der Fußballfans heizen die Sportausrüster mit groß angelegtenMarketingkampagnen an. Schon Wochen vor dem EM-Auftakt wurden neue Produktevorgestellt, Nationalteams unter Vertrag genommen und Werbespots geschaltet.Experten schätzen die Marketingkosten auf einen dreistelligen Millionenbetrag.Allein adidas dürfte für die EM und Olympia zwischen 30 und 40 Millionen Eurolocker machen, schätzt Analystin Oana Floares von der Helaba.

Obwohl die Sportausrüster dank der EM mit Rekordumsätzen rechnen und ihrePräsenz durch die Fernsehübertragungen deutlich steigt, dürfte an den Börsen einKursschub durch das sportliche Großereignis ausbleiben. "Die Marketingausgabenauf der einen Seite und die erwarteten Umsatzsteigerungen auf der anderen Seitesind in den Aktienkursen längst berücksichtigt", sagt Analyst Thilo Kleibauervon M.M. Warburg.

GELASSENE BÖRSIANER

Auch Martin Roth von der Dresdner Bank rät Anlegern und Fans vonleichtfertigen Investitionen in Sport-Aktien ab. "Für Sportartikelhersteller wieadidas oder Nike gibt es keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen Kursverlaufund den Terminen großer Turniere." Die Börse sehe das Engagement solcherUnternehmen als Großsponsoren eher neutral und nehme Entwicklungen weit vorweg."Für einen Einstieg so kurz vor dem Eröffnungsspiel in Portugal und wenigeWochen vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Griechenland ist es jetzt zuspät", so der Experte.

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