Hintergrund
Stichwort: Entmilitarisierte Zone am Golf

Nach dem Golfkrieg von 1991 wurde eine entmilitarisierte Zone als Puffer zwischen Kuwait und dem Irak eingerichtet. Mit rund 260 Kilometern Länge ist sie fast vier Mal so lang wie die deutsch-dänische Grenze.

HB/dpa HAMBURG. Nach dem Golfkrieg von 1991 haben die Vereinten Nationen eine entmilitarisierte Zone als Puffer zwischen Kuwait und dem Irak eingerichtet. Mit rund 260 Kilometern Länge ist sie fast vier Mal so lang wie die deutsch-dänische Grenze. Sie reicht zehn Kilometer tief in irakisches Gebiet hinein und fünf Kilometer ins Territorium Kuwaits. Hinzu kommt ein Korridor im Golf.

Keiner der beiden Staaten darf gemäß den UN-Resolutionen dort Militär stationieren oder einmarschieren lassen. Nur Polizeikräfte sind erlaubt. Diese Verfügung überwachten bis vor kurzem Beobachter der UN-Friedenstruppe UNIKOM. Sie zogen jedoch vor einer Woche aus Sicherheitsgründen ab und beschränken sich nun auf Aufklärungsflüge.

In der Vergangenheit hatte der Irak die Weltgemeinschaft immer wieder mit Verletzungen der Sperrzone provoziert. Unter anderem drangen Iraker 1993 auf das Territorium Kuwaits vor, um zurückgelassenes Kriegsmaterial abzutransportieren. Auf 200 Kilometern Länge sicherte schließlich ein Elektrozaun die Landgrenze. Er wurde von US-Pionieren in den vergangenen Wochen an mehreren Stellen niedergerissen, um den Panzern bei einem Angriff auf den Irak freie Bahn zu schaffen.

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