Hintergrund
Stichwort: Häuserkampf

Ein Häuserkampf in Basra oder gar in der irakische Fünf-Millionen-Stadt Bagdad gilt als Albtraum der US-Militärs.

HB/dpa HAMBURG. "Bebautes Gebiet sollte nur angegriffen werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt", heißt es im Handbuch des US-Heeres. Denn beim Kampf um Häuser und Straßen ("urban warfare") haben Angreifer meist einen hohen Blutzoll zahlen müssen.

Das Risiko, in einen Hinterhalt zu geraten, ist sehr hoch. Soldaten brauchen zudem starke Bewaffnung und viel Munition, können aber nur bis zu 25 Kilo Gepäck mitnehmen. Panzer oder Kampfhubschrauber können ihnen in Gassen kaum Schutz bieten. Angreifer müssen sich auf Sprengfallen und Heckenschützen gefasst machen.

Traurige Berühmtheit haben die Häuserkämpfe 1943 in Stalingrad mit vielen zehntausend Toten erlangt. Der letzte große "urban warfare" der USA war im Vietnam-Krieg: 1968 besetzten die Vietcong die Stadt Hué und begannen ihre Tet-Offensive. Bei der Rückeroberung starben neben tausenden Vietnamesen offiziell 119 US-Soldaten. Die Schlacht wurde oft als Wendepunkt des Krieges bezeichnet.

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