Hintergrund
Stichwort: Kommando Spezialkräfte (KSK)

Die von den USA im Afghanistan-Konflikt angeforderten Soldaten des "Kommandos Spezialkräfte" (KSK) gelten als Deutschlands härteste Kämpfer. Eingesetzt wurde die 1996 aufgestellte Elitetruppe bereits mehrfach bei der Festnahme mutmaßlicher Kriegsverbrecher in Bosnien und im Kosovo sowie in Mazedonien. Sie soll nach dem endgültigen Aufbau rund 1000 Soldaten umfassen.

dpa BERLIN. Davon dürfte gegenwärtig die Hälfte einsatzbereit sein. Die von Fallschirmjägergeneral Reinhard Günzel kommandierte Truppe ist auf militärische Sonderaufträge im Ausland wie auch die Bekämpfung von Terroristen spezialisiert. Ihr Stationierungsort ist Calw im Schwarzwald.

Die Soldaten sind besonders zur Rettung hinter den feindlichen Linien abgeschossener deutscher Piloten und zur Befreiung deutscher Staatsangehöriger aus Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten ausgebildet. Beim Aufbau des KSK wurden die Erfahrungen der berühmten GSG 9 des Bundesgrenzschutzes (BGS), des britischen Special Air Service und der amerikanischen Special Forces berücksichtigt. Gebildet wurde die Spezialeinheit, nachdem im April 1994 belgische Fallschirmjäger elf Mitarbeiter der Deutschen Welle aus der vom Bürgerkrieg umtobten ruandischen Stadt Kigali retten mussten. Die Bundeswehr hatte seinerzeit keine entsprechend ausgebildete Einheit.

Die in extrem hartem Training ausgebildeten KSK-Einheiten - Berufs- und Zeitsoldaten - haben die modernste Ausrüstung, unter anderem Splitterschutzwesten und Nachtsichtgeräte, eine Weste mit speziellen Haltevorrichtungen und ein Mikrofon, das mit der Bewegung der Lippen eingeschaltet werden kann. Zur Spezialausbildung der KSK- Soldaten gehören Nahkampf, Fallschirmspringen, Abseilen aus Hubschraubern und Sprengen sowie Überleben unter Extrem-Bedingungen in Gebirge, Dschungel oder Wüste. Was genau das Spezialkommando an technischer Ausrüstung besitzt und was es kann, wird geheim gehalten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%