Hintergrund
Stichwort: Lebenslange Haft und Sicherungsverwahrung

Nach spektakulären Kriminalfällen und Prozessen wird häufig darüber diskutiert, ob Schwerverbrecher für immer hinter Gitter sollen. Im deutschen Strafvollzug gibt es dazu die Sicherungsverwahrung als "letztes Mittel".

HB/dpa NEURUPPIN. 257 Verurteilte saßen 2001 in Sicherungsverwahrung, darunter grausame Schwerverbrecher wie der Fiszman-Mörder Rainer Körppen oder der Gladbeck-Gangster Hans-Jürgen Rösner.

Die schärfste Strafe in Deutschland ist die lebenslange Haft. Sie kann in der Regel nach 15 Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden. Hat das Gericht jedoch zusätzlich Sicherungsverwahrung angeordnet, muss der Verurteilte auf jeden Fall länger als 15 Jahre im Gefängnis bleiben - auf unbestimmte Zeit, in manchen Fällen tatsächlich sein Leben lang.

Die Sicherungsverwahrung wird bei Tätern angeordnet, die einen Hang zu schweren Straftaten haben oder für die Allgemeinheit gefährlich sind. Sie bleiben auch nach Ende der Haftstrafe im Gefängnis. Alle zwei Jahre prüft das Gericht, ob die Sicherungsverwahrung noch nötig ist. Aufgehoben wird sie erst, wenn der Verurteilte nicht mehr als Gefahr für die Allgemeinheit gilt.

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