Hintergrund
Stichwort: Milzbrand

ap FRANKFURT/MAIN. Milzbrand ist eine meldepflichtige, infektiöse Tierkrankheit, die vor allem Wiederkäuer und Schweine befällt. Sie wird vom Milzbrandbazillus ausgelöst, die Inkubationszeit beträgt einige Stunden bis mehrere Tage. Die ersten Symptome sind unter anderem Fieber, Schüttelfrost, Koliken und Atemnot. Häufig wird auf Grund des Krankheitsbildes auch zuerst Grippe diagnostiziert. Die bei Tieren häufigste Form des Milzbrands ist der Darm-Milzbrand mit typisch vergrößerter, schwarzroter Milz. In seltenen Fällen ist eine Übertragung der auch Anthrax genannten Krankheit auf den Menschen möglich. Eine Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.

Am häufigsten ist der durch direkten Kontakt mit Tieren oder Tierkörpern ausgelöste Haut-Milzbrand, der sich in eitrigen Karbunkeln äußert, die eine Blutvergiftung nach sich ziehen können. Durch Einatmen der Milzbrandsporen entsteht der seltenere Lungen-Milzbrand, durch Genuss von rohem Fleisch oder der Milch erkrankter Tiere der Darm-Milzbrand. Beide Formen verlaufen meist innerhalb von zwei bis drei Tagen tödlich, da es für eine Behandlung mit Antibiotika häufig schon zu spät ist, wenn die Symptome auftreten.

Die Impfung gegen Anthrax ist möglich, doch muss sie erfolgen, ehe der Patient mit dem Erreger in Berührung kommt. Obwohl eine Impfung zahlreiche Nebenwirkungen hervorruft und unkalkulierbare Risiken birgt, werden in den USA Soldaten der Streitkräfte vorsorglich seit einigen Jahren geimpft.

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