Hintergrund
Stichwort "Nebenwerte"

Als Nebenwerte gelten mittlere (auch Mid Caps genannt) und kleine Aktien (Small Caps), gemessen vor allem an der Börsenkapitalisierung des Unternehmens. Häufig werden alle Papiere so genannt, die nicht in den Leitindizes für die großen Standardwerte (Blue Chips) enthalten sind.

Nebenwerte entwickeln sich häufig anders als Standardaktien und eignen sich daher zur Abrundung des Depots. Dabei gibt es keine festen Muster. Das beste Beispiel bietet Deutschland: Die Wachstumswerte am Neuen Markt fielen nach einem steilen Anstieg, der bis ins Jahr 2000 währte, in sich zusammen. Die Nebenwerte im M-Dax hingegen zeigten im Börsenboom wenig Dynamik, hielten sich in der Schwäche aber recht gut. Deutsche Nebenwertefonds konzentrieren sich manchmal auf eines dieser Marktsegmente, mischen sie aber häufig auch.

Nebenwerte bergen besondere Risiken: Oft sind nur wenige Aktien im Umlauf. Das erschwert den Handel und erleichtert Kursmanipulationen. Zudem verfügen kleine Gesellschaften häufig über dünnere Kapitaldecken, um Krisen durchzustehen. Ein weiteres Problem: Viele Nebenwerte werden kaum von Analysten beobachtet. Bei Nebenwerten ist dafür aber auch die Chance größer, dass ein Papier von den Anlegern "entdeckt" wird und steigt. Bei Standardwerten hingegen sind meist alle Informationen in den Kursen enthalten.

Wegen der höheren Risiken der Einzelanlage empfiehlt sich ein Fonds. Problematisch kann es werden, wenn Fonds mit zu großem Volumen in einen kleinen Markt, etwa dem Neuen Markt, investieren: Dann manipuliert der Fonds selbst die Kurse und produziert Scheinerfolge, die sich nicht durchhalten lassen.

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