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Hintergrund: Strategien der Hedge-Fonds

Die Bezeichnung Hedge-Fonds geht auf die Entstehungszeit dieser Fonds in den 40er-Jahren des vorigen Jahrhunderts zurück. Heute haben sie - anders als der Name suggeriert - wenig mit "Absicherung" zu tun.

pk DÜSSELDORF. Die Fondsmanager handeln global mit Aktien, Renten, Zinsen und Rohstoffterminen. Sie suchen dabei nach Ineffizienzen und wollen einen absoluten Gewinn erzielen und nicht nur relativ zu einem Index ("Benchmark") besser abschneiden. Die Abgrenzungen der einzelnen Strategien sind unscharf, die bekanntesten sind:

Relative Value: Hedge-Fonds mit dieser Strategie versuchen, Preisunterschiede bei ähnlichen Wertpapieren auszunutzen, beispielsweise zwischen Wandelanleihen und Aktien eines Unternehmens.

Global Macro: Hier sollen gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und Trends zum Erfolg führen. Beispielsweise kann man darauf spekulieren, dass sich die Zinssätze für EU-Beitrittskandidaten nach unten bewegen. Werden makroökonomische Modelle und Trendfolgesysteme eingesetzt, spricht man auch von "Directional Trading".

Event Driven: Die Hedge-Fonds-Manager versuchen, Vorteile aus Sondersituationen wie Übernahmen ("Merger Arbitrage") oder Insolvenzen zu ziehen.

Equity Hedge: Kauf vermeintlich unterbewerteter Aktien und Leerverkäufe von vielleicht zu hoch bewerteten Titeln. Letzteres Vorgehen heißt auch "Short Selling". Die Strategie kann auch auf Branchen bezogen sein, wenn beispielsweise ein Grundsatzurteil zur Produkthaftung ansteht.

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