Hintergrund
Ufa-Kinos sind ein Stück deutscher Filmgeschichte

Die Ufa-Kinos sind ein Stück deutscher Filmgeschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Alliierten die Universum Film AG (Ufa) beschlagnahmt, die damals Filmtheater, Produktionsstätten und Verleihfirmen umfasste. Der Großkonzern wurde entflochten und für die Filmtheater die Ufa AG-Theater mit Sitz in Düsseldorf gegründet.

HB HAMBURG. 1972 übernahm der Filmkaufmann Heinz Riech, der eigene Kinos im Münsterland betrieb, die Ufa AG-Theater und baute sie bis 1987 zu einer Gruppe mit rund 300 Kinos aus.

Die politische Wende 1989 eröffnete der Branche die weitere Expansion. Aber neben Filetstücken in Großstädten mussten die Kinobetreiber durch Treuhandauflagen auch unrentable Kinos in kleineren Orten übernehmen. Als Wettbewerber Anfang der neunziger Jahre mit Multiplex-Kinos in den Markt drängten, wurden die Ufa- Theater kalt erwischt. Mit Investitionen von damals mehr als 300 Mill. DM zog das Unternehmen nach, doch die ungestüme Expansion trug nicht die erhofften Früchte.

Nachdem 1999 die beiden Fondsgesellschaften Pricoa und Apax als Gesellschafter und Finanzinvestoren in die neu gegründete UFA GmbH-Theater & Co KG eingestiegen waren, startete der neue Geschäftsführer Stephan Lehmann ein Sanierungsprogramm. Unrentable Standorte wurden geschlossen, die Zahl der Sitzplätze von damals 90 000 um ein Drittel reduziert, 38 Kinos blieben. Eine eineinhalb Jahre währende Kino-Ehe mit dem Hamburger Konkurrenten Cinemaxx AG, die einen Verbund mit 255 Mill. Euro Umsatz schaffen sollte, scheiterte im Sommer 2001.

Seitdem ist Cinemaxx mit 10 % an der Ufa Theater GmbH beteiligt, die ihren Sitz nach Hamburg verlegt hatte. Seit Juni diesen Jahres halten die Fonds 90 %. Die Ufa AG, -Theater mittlerweile geführt von Volker Riech, ist seitdem nicht mehr Teilhaber. Die Hamburger Kinokette Ufa ist nach Cinemaxx und der Cinestar-Gruppe unter Führung der Lübecker Kieft & Kieft Filmtheater GmbH der drittgrößte Kinobetreiber in Deutschland.

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