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Hintergrund: Weltweit jede dritte Software ist eine Raubkopie

Hamburg (dpa) - Mit dem harten Urteil gegen den Softwarepiraten aus Bochum wurde eine Szene getroffen, die der Softwareindustrie Jahr für Jahr Milliarden-Verluste beschert. Nach einer Studie der Business Software Alliance (BSA) ist mehr als jede dritte Software, die weltweit eingesetzt wird, eine Raubkopie.

Hamburg (dpa) - Mit dem harten Urteil gegen den Softwarepiraten aus Bochum wurde eine Szene getroffen, die der Softwareindustrie Jahr für Jahr Milliarden-Verluste beschert. Nach einer Studie der Business Software Alliance (BSA) ist mehr als jede dritte Software, die weltweit eingesetzt wird, eine Raubkopie.

Die BSA kalkuliert auf dieser Basis einen Umsatzausfall von rund 250 Milliarden Euro für 2003. Und selbst wenn man nicht alle Berechnungen des Branchenverbandes der Softwareindustrie nachvollziehen kann, steht außer Frage, dass Softwarepiraten rund um den Globus sich mit großer krimineller Energie bereichern.

Immer häufiger nutzen die Piraten die Tatsache aus, dass Softwarekonzerne wie Microsoft identische oder zumindest sehr ähnliche Produkte für verschiedene Marktsegmente zu sehr unterschiedlichen Bedingungen anbieten. So kostet die normale Vollversion des Microsoft Betriebssystems Windows XP Professional beim Onlineshop Amazon.de 325 Euro, die Version für Schüler und Studenten ist im Internet ganz offiziell schon für 65 Euro zu haben. Softwarepiraten wie der jetzt verurteilte 38-jährige Geschäftsmann beschaffen sich im großen Stil die billigen Versionen für den Bildungsmarkt, «labeln» die Verpackung um und bieten sie dann als teure Vollversionen an

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