Hinweise auf Nebenwirkungen
MediGene stoppt Etomoxir-Projekt

Bei der Biotechnologiefirma Medigene verzögern sich die klinischen Studien bei einem ihrer wichtigsten Medikamentenkandidaten. Die klinischen Studien der Phase II für den Wirkstoff Etomoxir zur Behandlung von Herzinsuffizienz sei vorzeitig beendet worden, teilte die im Nemax 50 gelistete Medigene am Freitag mit.

Reuters MARTINSRIED. Die Versuche hätten Hinweise darauf gegeben, dass die bislang getesteten Dosen in Einzelfällen zu Nebenwirkungen führen können. Neue vorklinische Tests wiesen zudem darauf hin, dass der Wirkstoff bereits bei niedrigerer Dosierung wirksam sein könne.

Deshalb bereite Medigene die Fortsetzung des Projektes mit deutlich niedrigerer Dosierung vor. Sollte dieser Ansatz erfolgreich verlaufen, sei eine schonendere Behandlung der Patienten möglich. Zudem würden dadurch die Herstellungskosten sinken. Wegen der nun zusätzlich erforderlichen Studien verzögere sich die Entwicklung von Etomoxir um etwa ein Jahr. Die Finanzierung der Entwicklung sei gesichert.

Auswirkungen auf das Ergebnis des Konzerns habe die Verzögerung nach heutigem Ermessen nicht, erklärte Medigene. Die Erreichung der Gewinnschwelle werde dadurch nicht verzögert. Bisher peilt Medigene schwarze Zahlen für 2004 an.

Etomoxir hat mit etwa 500 Millionen Euro das höchste Umsatzpotenzial der zurzeit in der Entwicklung befindlichen Medigene-Medikamente. Neben Etomoxir befinden sich nach Angaben von Medigene fünf weitere Projekte in verschiedenen Stadien der Entwicklung. Ein Projekt sei zudem in der Zulassungsphase. Ende März hatte das Unternehmen erklärt, für 2002 mit einem Konzernverlust von bis zu 35 Millionen Euro zu rechnen. Umsatzziele für das laufende Jahr nannte Medigene bislang nicht.

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