Historischer Elbe-Höchststand in Dresden
Wasser der Elbe steigt weiter

Der bisherige Rekord lag bei 8,77 Meter. Er war am 31. März 1845 erreicht worden. In der Nacht hatte der Krisenstab in Dresden die Evakuierung weiterer vier Stadtteile beschlossen.

HB/ddp DRESDEN. Am Morgen wurden alle Elbbrücken der Stadt für den Personenverkehr gesperrt. Die Jahrhundert-Flut forderte mittlerweile zehn Tote. 21 werden vermisst. Das jüngste Opfer ist nach Angaben des Innenministeriums im Bach "Wilde Sau" in Wilsdruff ertrunken.

In der Landeshauptstadt wurden seit den frühen Nachtstunden die Einwohner der Stadtteile Übigau, Kleinzschachwitz, Mickten und Laubegast in Sicherheit gebracht. Dort wohnen etwa 30 000 Menschen. Sie sollen vorübergehend in Schulen der Stadt einquartiert werden. Am Vorabend war bereits mit der Evakuierung der Stadtteile Trachau und Kaditz begonnen worden. Am Freitagmorgen liefen in Torgau die Evakuierungen an. Auch Einwohner in Pirna, Radebeul, Meißen, Riesa, Zeithain und aus weiteren elbnahen Orten würden in Sicherheit gebracht.

Die Bundesluftwaffe setzte in der Nacht die Evakuierung schwerkranker Patienten aus den vom Hochwasser bedrohten Dresdner Krankenhäusern fort. Wie ein Sprecher der Bundeswehr sagte, flogen zwei Transportmaschinen vom Typ Transall und ein Airbus A310 annähernd 110 Patienten aus einem provisorischen Lazarett auf dem Flughafen Dresden-Klotzsche nach Leipzig. Bis Donnerstagabend waren bereits 100 Patienten nach Leipzig, Berlin und Köln ausgeflogen worden.

Die Evakuierung von rund 30 000 Einwohnern der Städte Pirna und Heidenau war kurz nach Beginn am Donnerstagabend wieder gestoppt worden. Der Elbpegel sei langsamer als zunächst erwartet gestiegen, sagte ein Sprecher des Landkreises Sächsische Schweiz. Bislang seien allein in Pirna etwa 2100 Menschen in Schulen und Turnhallen untergebracht worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%