Hitzewelle lässt auch Italiener stöhnen
In Rom schmelzen die Straßen

Italien, das Land der Sonne, des Meeres und des guten Essens. Momentan aber stöhnen die Italiener über die Sonne. Grund ist die Hitze, die der Wind aus Nordafrika nach Italien geblasen hat.

Wiwo/ap ROM. Bereits um 11.00 Uhr flimmerten am Dienstag die Straßen Roms unter der Glut der Hitze, in Mailand wurden schon am Montag Rekordzahlen von 34 Grad erreicht. "Das Problem ist nicht die Hitze, der kann man ja ausweichen. Der Luftfeuchtigkeit kann man nicht entkommen", klagt Stefania . Die 36-Jährige stand am Dienstag schon seit 06.00 Uhr an ihrem Gemüsestand am Markt. Punkt 13 Uhr wollte sie alles abbauen. "Hier schmilzt ja schon der Asphalt und man bleibt mit den Schuhen kleben. Am besten bleibt man heute zu Hause." Oder vielleicht an den Strand? Stefania ist entsetzt: "Ans Meer gehen nur die Verrückten und die Touristen. Dort ist es viel zu heiß, und es gibt keinen Schatten!"

Allerdings gibt es dort auch das kühle Nass. "Meine Kunden würden jetzt sicherlich gerne am Meer sitzen", meint Christine Sommer. Die Studiosus-Reiseleiterin begleitete am Mittwoch ihre Gruppe quer durch Rom. Auf dem Programm standen Kolosseum, Vatikan und das Stadtviertel Trastevere. Doch es ist viel zu heiß. "Meine Gruppe hält jede zehn Meter, um sich an den Brunnen zu erfrischen. Wenn wir nicht aufpassen riskieren die Leute, einen Hitzschlag zu bekommen. Falls es morgen genauso warm wird, machen wir eine Museumstour, dort gibt es wenigstens eine Klimaanlage!"

Keine Klimaanlage, dafür aber reichlich Wasserspender gibt es für die Fußballfans in der Piazza del Popolo. Im Herzen Roms haben sich über tausend Menschen getroffen, um vor den großen Leinwänden ab 13.30 Uhr das Fußballspiel Italien gegen Südkorea zu verfolgen. "Alles Verrückte!", findet Stefania. Die Marktfrau hält sich da lieber an den Ratschlag des Gesundheitsministerium, der in allen Tageszeitungen abgedruckt war: Die große Mittagshitze vermeiden, viel trinken und viel Obst essen. An diesen Ratschlag halten sich fast alle Römer. Um 14 Uhr steht die Stadt still. Kaum Autos, wenige Busse und keine Menschenseele ist in den Straßen Roms unterwegs. Fast alle haben sich in ihren Häusern verbarrikadiert.

Einige "Verrückte" aber stehen an der Piazza del Popolo oder aber braten am Strand in der Mittagshitze. Und was wird das Wetter in den nächsten Tagen bringen? Keine Abkühlung. Erst am Wochenende soll es wieder etwas frischer.

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