Hitzfeld bei Trainersuche angeblich noch im Gespräch
Oikonomidis: Rehhagel bleibt

Otto Rehhagel wird seinen Vertrag als griechischer Fußball-Nationaltrainer erfüllen. Das sagte der Generalsekretär des dortigen Fußball-Verbandes.

HB BERLIN. Für Jannis Oikonomidis, den Generalsekretär des griechischen Fußball-Verbandes (EPO), ist die Sache klar: Otto Rehhagel will seinen Vertrag als Trainer bei Fußball-Europameister Griechenland erfüllen. «Ich habe am Freitag mit Herrn Rehhagel ein Telefongespräch geführt», sagte Oikonomidis der Athener Tageszeitung «Espresso». «Er hat klargestellt, er werde Griechenland definitiv nicht verlassen. Das sei kein Thema. Er hat dies sogar ausdrücklich betont. Er hat versichert, dass er unsere Nationalmannschaft nicht im Stich lässt.» Sollte dies zutreffen, würde Rehhagel nicht als Nachfolger des zurückgetretenen Teamchefs Rudi Völler zur Verfügung stehen.

Oikonomidis berichtete weiter, Rehhagel hätte ihm bereits zuvor schon zweimal in persönlichen Gesprächen am 4. und 6. Juli versichert, dass er trotz des Werbens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) um seine Person nicht daran denke, sein Engagement vorzeitig zu beenden.

Oikonomidis hatte für den griechischen Verband im Sommer 2001 sowie im November 2003 die Vertragsverhandlungen mit Rehhagel-Anwalt Dr. Robert Wieschemann aus Kaiserslautern geführt. Der ehemalige Aufsichtsratschef des 1. FCK ist auch diesmal wieder in die Gespräche eingebunden, war am Samstag aber nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Sollte auch Rehhagel absagen, müsste die Trainerfindungskommission des DFB wieder von vorne anfangen. Ungarns Nationalcoach Lothar Matthäus hat unterdessen erneut sein Interesse bekundet. Gleichzeitig erklärte der Rekord-Nationalspieler im «Express»-Interview, dass er von Seiten des DFB noch nichts gehört habe. «Inzwischen hat man beim DFB die Marschroute ausgegeben, dass nur mit einem Trainer verhandelt wird. Und das ist meines Wissens Otto Rehhagel.»

Matthäus bezweifelt aber, dass sein früherer Klubtrainer bei Bayern München wegen seiner antiquierten Methoden der richtige Mann auf dem Bundestrainer-Stuhl sei. «Von höchster Fifa-Stelle ist ja schon ähnliche Kritik an Rehhagels ergebnisorientiertem Fußball geäußert worden. Beim DFB muss man jetzt wissen, was man will. Will man den von Völler eingeleiteten Aufbau mit jungen Spielern fortführen und passt dazu Otto Rehhagel? Und will man bei der WM im eigenen Lande offensiveren Fußball?» Zugleich machte der 43-Jährige Matthäus weiter Werbung in eigener Sache. «Dass junge Trainer genauso Erfolg haben können, hat man an den Champions-League-Finalisten dieser Saison gesehen.»

Angeblich bleibt aber auch Hitzfeld noch ein Thema. «Wir versuchen alles, um Herrn Hitzfeld noch einmal umzustimmen», verriet der bayrische Verbandschef Heinrich Schmidhuber. Man wolle dem Ex-Bayern-Trainer eine Auszeit von drei bis vier Monaten einräumen. «Vielleicht hat er dann seinen Akku wieder voll aufgeladen und fühlt sich stark genug, das Amt des Bundestrainers auszuüben.» Bis dahin soll eine Übergangslösung auf der deutschen Bank Platz nehmen.

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