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Hitzfeld bereit für Bundestrainer-Amt

Berlin (dpa) - Ottmar Hitzfeld hat grundsätzlich Interesse an der Nachfolge von Rudi Völler, doch zu einer Kontaktaufnahme mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist es noch nicht gekommen.

Berlin (dpa) - Ottmar Hitzfeld hat grundsätzlich Interesse an der Nachfolge von Rudi Völler, doch zu einer Kontaktaufnahme mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist es noch nicht gekommen.

«Der DFB muss erst einmal mit mir sprechen. Davor will ich das total offen lassen. Aber ich bin gesprächsbereit», sagte Hitzfeld der dpa. Der ehemalige Bayern-Trainer zeigte sich «total überrascht» von Völlers Rücktritt. «Das ist eine neue Situation für mich. Ich hatte mich darauf eingestellt, eigentlich ein Jahr Pause zu machen.»

Er werde mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder sprechen. «Er ist ein Freund von mir, wir sind per Du. Er hat mich damals als Spieler zum VfB Stuttgart geholt», erklärte Hitzfeld, der nach sechs Jahren als Trainer bei Bayern München entlassen worden war, im Interview mit der Tageszeitung «Die Welt».

Zwar wäre es für ihn eine Ehre, Bundestrainer zu sein. «Ich mache das aber nicht vorbehaltlos. Ich muss es mir genau überlegen, denn ich habe mich nach der Trennung vom FC Bayern auf eine Pause eingestellt, um Abstand zu gewinnen», sagte Hitzfeld. Er müsse zunächst mit seiner Familie über die Planungen sprechen, es müssten viele Dinge abgeklärt werden.

Franz Beckenbauer hat sich vehement für ein Engagement Ottmar Hitzfelds als neuer Fußball-Bundestrainer und Nachfolger von DFB-Teamchef Rudi Völler ausgesprochen. «Ottmar Hitzfeld wäre frei. Es ist die logische Konsequenz, sich an den Ottmar zu wenden», sagte der frühere Teamchef Beckenbauer, der die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1990 zum Weltmeister-Titel geführt hatte, im ZDF.

Er wolle jetzt nicht DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder Ratschläge erteilen. Dieser wisse selbst, was er zu tun habe, so Beckenbauer. «Aber wenn es einer richten kann - wenn es einer richten kann - dann nur der Ottmar», äußerte sich der «Kaiser» überzeugt von den Bundestrainer-Fähigkeiten des ehemaligen Bayern-Coaches.

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