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Hitzfeld: Chance auf Völler-Nachfolge weniger als 50 ProzentDPA-Datum: 2004-06-26 19:52:10

Hamburg (dpa) - Ottmar Hitzfeld beziffert die Chancen, dass er am 18. August beim ersten Länderspiel der Nationalmannschaft nach der Fußball-EM in Portugal auf der deutschen Trainerbank sitzen wird, auf weniger als 50 Prozent.

Hamburg (dpa) - Ottmar Hitzfeld beziffert die Chancen, dass er am 18. August beim ersten Länderspiel der Nationalmannschaft nach der Fußball-EM in Portugal auf der deutschen Trainerbank sitzen wird, auf weniger als 50 Prozent.

«Es ist wirklich sehr, sehr offen», sagte der frühere Coach des FC Bayern München im Gespräch mit der «Welt am Sonntag». Er wisse zwar, dass es für Außen stehende unverständlich sei, dass er ausgerechnet vor einer Weltmeisterschaft im eigenen Land zögere, erklärte der zum Favoriten auf die Nachfolge des zurückgetretenen Rudi Völler erkorene Hitzfeld. «Aber meine Familie ist mir sehr, sehr wichtig.»

Selbst wenn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder an der Spitze seine Bedingungen erfülle, sei seine Zusage nicht sicher, verriet der 55-Jährige dem Blatt. Er stehe bei seiner Ehefrau Beatrix im Wort. «Ich muss das mit meiner Frau besprechen. Sie hat sich gefreut, dass ich nächstes Jahr etwas anderes mache», sagte Hitzfeld, der zur Zeit in Engelberg/Schweiz Urlaub macht. «Ich wollte ein Jahr regenerieren, mich nicht dem Druck aussetzen.»

Man sei als Bundestrainer einem ganz anderen Druck ausgesetzt, glaubt Hitzfeld. «Er wäre noch viel größer als der, den man als Vereinstrainer von Bayern München aushalten muss.» Die ganze Nation würde erwarten, dass er in zwei Jahren eine konkurrenzfähige Mannschaft formt, die in der Lage ist, zum vierten Mal den WM-Titel zu gewinnen.

Zu den Bedingungen, die Hitzfeld an eine Übernahme des Bundestrainer-Postens knüpft, gehört, dass sein bisheriger Co-Trainer Michael Henke auch beim DFB sein Assistent wird. «Wenn ich das mache, dann nur mit Michael Henke. Zu ihm habe ich ein absolutes Vertrauensverhältnis. Er ist ein Freund von mir», sagte Hitzfeld. Zudem müsse über Vertragslaufzeit und Konzepte diskutiert werden. Überdies erwarte er absolute Rückendeckung von Seiten des DFB, betonte Hitzfeld.

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