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Hitzfeld: Tod des Schwagers als warnendes BeispielDPA-Datum: 2004-07-07 11:57:13

München (dpa) - Ottmar Hitzfeld hat offenbar auch ein tragisches Ereignis in seiner Familie zur Absage an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bewogen.

München (dpa) - Ottmar Hitzfeld hat offenbar auch ein tragisches Ereignis in seiner Familie zur Absage an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bewogen.

Der 55 Jahre alte Erfolgscoach, der sich nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Portugal und dem Rücktritt von Teamchef Rudi Völler gegen seinen Traumjob als Bundestrainer entschieden hatte, berichtete in der «Sport-Bild» vom Tod seines Schwagers vor zwei Monaten. «Er war Professor und immer unter Stress - genau wie ich», sagte Hitzfeld. Der Tod des Schwagers im Alter von nur 42 Jahren sei ein Schock gewesen - «für uns alle».

Hitzfeld hatte als Grund für seine Absage seine persönliche Verfassung («Mein Akku ist leer») angegeben. Nun erklärte er dies genauer. «Als Trainer ist da immer so eine Angst, einen Nervenzusammenbruch zu erleben. Oder einen Herzinfarkt, wenn man nicht aufpasst», berichtete der frühere Trainer des FC Bayern München. «Meine Frau kennt mich. Sie weiß genau, dass zwei Wochen nicht reichen, um mich zu erholen. Ich wollte kein Risiko eingehen.»

Er habe immensen Druck, eine wahnsinnige Anspannung gespürt, berichtete Hitzfeld von seinen Überlegungen vor der Entscheidung. «Ich fing an, über das Leben nachzudenken. Den Lebensinhalt. Wie sehen die nächsten drei Jahre aus», sagte Hitzfeld. Zuvor hatte er bereits erklärt, dass ihm die Absage zwar schwer gefallen sei, er andererseits hinterher aber auch große Erleichterung verspürt habe.

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