Hitzfeld verordnete „Kasernierung“ im Trainingslager am Tegernsee
Bayern zum Siegen verdammt

Wenn der FC Bayern München auf Borussia Dortmund trifft, ist es seit Jahren das Top-Spiel der Liga. Doch dieses Mal fehlen die dazugehörigen Spitzenpositionen in der Tabelle, um dem Prädikat wirklich gerecht zu werden. Gerade deshalb ist der Druck auf beide Teams vielleicht größer als je zuvor. Während bei den Bayern die Heimniederlage gegen Lyon noch schmerzlich nachwirkt, schöpft die Sammer-Elf aus dem Remis gegen Sochaux eher Hoffnung, als dass sie Trauer trägt.

HB MÜNCHEN. Wie vor einem Jahr soll ein Heimsieg gegen den Erzrivalen Borussia Dortmund für Rekordmeister Bayern München zu einem Wendepunkt aus der sportlichen Krise werden. "Wir brauchen einen Befreiungsschlag. Wir müssen gewinnen", sagte Kapitän Oliver Kahn am Freitag in München. Am 9. November 2002 besiegten die kurz zuvor blamabel aus der Champions League ausgeschiedenen Bayern den BVB im Olympiastadion mit 2:1 und blieben danach in weiteren 15 Bundesligaspielen ungeschlagen. Das Ende der Erfolgsstory ist bekannt: Mit 16 Punkten Vorsprung vor dem VfB Stuttgart wurden die Münchner im vergangenen Mai zum 18. Mal deutscher Fußball-Meister.

Von Titelträumen ist Deutschlands Vorzeige-Club im November 2003 allerdings weit entfernt. Körperliche Defizite, fehlender Teamgeist und etliche Spieler außer Form - die Krisensymptome sind vielfältig. Trotzdem warnte Kahn davor, die aktuelle Situation vor dem Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr/Premiere) zu dramatisieren: "Wir stehen nicht auf Platz 16, wir spielen nicht gegen den Abstieg."

Entscheidend ist für Kahn, "dass wir als Spieler den Ernst der Lage erkennen" und eine Erfolgsserie starten. "Wir spielen in der Bundesliga jetzt drei Mal im Olympiastadion. Die Mannschaft hat die Klasse, neun Punkte zu holen und auch in der Champions League in Glasgow zu gewinnen", verordnete der Nationaltorhüter positives Denken. Dem in die Kritik geratenen Michael Ballack gab er den Rat, sich nicht durch die Diskussion um seine möglichen Defizite als Führungsspieler ablenken zu lassen. "Er soll sich konzentrieren auf das, was er kann: Toll Fußball spielen", empfahl der Kapitän.

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