Hitzfeld will Endspiel
Beckenbauer will sich mit Matthäus zusammensetzen

Franz Beckenbauer hofft offenbar immer noch auf eine Versöhnung zwischen Lothar Matthäus und dem FC Bayern München. Nach Angaben des Bayern-Präsidenten ist das letzte Wort in der Angelegenheit noch nicht gesprochen. "Wir werden uns irgendwann in den nächsten Wochen zusammensetzen. Wenn es nichts bringt, muss man eben den anderen Weg gehen", sagte Beckenbauer am Mittwoch.

HB/dpa MÜNCHEN. Ex-Profi Matthäus hat mit seinem ehemaligen Arbeitgeber seit längerem eine Auseinandersetzung wegen der Abrechnung von seinem Abschiedsspiel. Am 24. Juli ist ein Gerichtstermin angesetzt, bei dem die Bayern-Verantwortlichen einschließlich Beckenbauer als Zeugen geladen sind.

Im Konflikt mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) bezeichnete der "Kaiser" das Vorgehen des Ligaverbandes als "Foul von hinten". Seiner Ansicht nach habe die DFL "schlechten Stil" gezeigt. Gleichzeitig wies Beckenbauer etwaige eigene Ambitionen auf internationale Funktionärsämter wie den Präsidentenposten beim Weltverband (FIFA) erneut entschieden zurück. "Ich lehne das von Haus aus ab. Meine Aufgabe ist die WM 2006. Alles andere interessiert mich momentan nicht", betonte der Bayern-Präsident.

Ehrgeizige Champions-League-Pläne

Vor dem Schlagerspiel der Fußball-Bundesliga zwischen den Bayern und Borussia Dortmund traut Beckenbauer dem Titelverteidiger offenbar wenig zu. "Ich kann mir vorstellen, dass dies von unserer Seite ein ganz ruhiges Spiel wird. Mit 15 Punkten Rückstand können uns die Dortmunder im Gegensatz zu den Stuttgartern nicht mehr gefährden", meinte er.

Ottmar Hitzfeld hat unterdessen wieder ganz ehrgeizige Champions- League-Pläne. "Durch das frühe Aus in dieser Saison haben wir ganz anders trainieren können, haben sowohl physisch als auch psychisch viel Kraft sammeln können. Von daher wollen wir im nächsten Jahr wieder voll angreifen und ins Endspiel kommen", erklärte der Trainer auf der Vereins-Homepage: "Wenn ich momentan die Viertelfinal-Spiele am Fernseher verfolge, kommt schon Wehmut auf. Schließlich haben wir es in den letzten Jahren auch immer mindestens so weit geschafft."

Der aktuelle Wirbel um Kirch-Affäre und DFL-Konflikt soll die Münchner sportlich nicht beeinflussen. "Die Aufgabe der Mannschaft ist es, sich auf die sportlichen Bereiche zu konzentrieren. Ich habe viel mit den Spielern gesprochen, um die Konzentration auf das Wesentliche hoch zu halten", meinte Hitzfeld. Man sei beim Rekordmeister Nebengeräusche gewohnt, "weil wir nicht nur viele Fans, sondern auch viele Neider haben".

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