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Hochflexible Folienlampen entwickelt

Sie ist ein Fünftel Millimeter flach, leuchtet farbig, lässt sich in alle Richtungen formen und macht Emil Enz ein bisschen stolz: Seine neuartige Folienlampe sei einzigartig flexibel, schwärmt der Gründer der schweizerischen Lumitec AG. Die biegsame Lichtquelle auf Elektrolumineszenz-Basis haben die Schweizer zusammen mit der Bayer AG entwickelt. Sie könne ab Jahresmitte serienreif sein, sagt Lumitec-Chef Enz.

mx DÜSSELDORF. Die Haut, durch die das Licht nach außen gelangt, besteht aus einer flächig bedruckten Bayer-Folie namens Makrofol. Darunter liegen transparente Elektroden, die durch eine nicht leitende Schicht getrennt sind. Wird an die beiden äußeren Elektroden Spannung angelegt, verhält sich das System wie ein Licht spendender Plattenkondensator. "Es funktioniert praktisch umgekehrt wie eine Solarzelle", erklärt Bayer-Sprecher Frank Rothbarth. Die nötige Spannung könne auch eine handelsübliche Batterie liefern. Leuchtkondensatoren sind langlebig und unempfindlich gegen Druck, Temperatur und Vibrationen. Die Darstellung von Farben ist jedoch erst unvollständig möglich.

Die Marktchancen für hauchdünne Leuchtkondensatoren seien mit der Entwicklung stark gestiegen, sagt Enz. Erstmals könne eine EL-Folienlampe nun auch in dreidimensional geformte Oberflächen integriert werden, etwa als elegant leuchtende Abdeckung einer Klimaanlage im Auto. "Man kann die Lampen mit Hinterspritztechnik in Armaturen einbringen", sagt Enz. Die Automobilwirtschaft zeige großes Interesse. Mit einer EL-Folienlampe lässt VW bereits das Nummernschild seines Prestigemodells "Phaeton" illuminieren. Denkbar sei ein Einsatz des kalten Lichtes auch an Textilien, auf Warntafeln oder als "Innenbeleuchung von Damenhandtaschen", so Bayer-Sprecher Rothbarth.

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