"Hochriskante Akquisition"
VoiceStream-Übernahme zieht Telekom-Schuldenabbau in die Länge

Die Übernahme des US VoiceStream Wireless Corp-Mobilfunkanbieters wird den von der Deutsche Telekom AG angestrebten Schuldenabbau in die Länge ziehen. Die US-Investmentbank Lehman Brothers hat am Freitag ihre Schätzungen für die Entwicklung der Nettoverschuldung der Telefongesellschaft in den kommenden fünf Jahren heraufgesetzt.

dpa-afx LONDON. Unter Nettoverschuldung verstehen die Analysten die Verschuldung nach Abzug der liquiden Vermögenswerte und der verkäuflichen Wertpapiere. Sie erhöhten ihre Schätzungen für die Nettoverschuldung des fusionierten Unternehmens für 2001 von 59,5 Mrd. auf 60,2 Mrd. ?, für 2002 von 59,8 Mrd. auf 61,8 Mrd. ?, für 2003 von 60,6 Mrd. auf 63,9 Mrd. ?, für 2004 von 58,8 Mrd. auf 63,4 Mrd. ? und für 2005 von 54,8 Mrd. auf 60,8 Mrd. ?.

Ihre Prognose für Umsatz und Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) nahmen sie dagegen für den gesamten Zeitraum leicht zurück. Dabei gingen sie von einer Konsolidierung von VoiceStream und Powertel ab dem 1. Juli 2001 aus. "Unserer Ansicht nach ist VoiceStream eine hochriskante Akquisition", schreiben die Experten. "Wir sind besorgt über die US-Wirtschaft, über Managementprobleme nach der Übernahme und die enormen Aufwendungen, die für den Aufbau des Geschäfts von VoiceStream aufgebracht werden müssen", führten sie aus.

Auch Theo Kitz, Telekom-Analyst bei Merck Finck & Co, hält die erforderlichen Investitionen für den USA-weiten Aufbau des VoiceStream-Geschäfts für sehr hoch. Er rechnet mit einem "zweistelligen Milliardenbetrag im mittleren Bereich", der in den kommenden fünf Jahren anfallen wird. Bislang sei VoiceStream nur in ausgewählten Bundesstaaten aktiv. "Einst ist klar: Es wird viel, viel Geld kosten", sagte Kitz.

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