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Hochtief bestätigt nach neun Monaten Ausblick für 2004

Nach den Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres blickt Deutschlands größter Baukonzern Hochtief optimistisch in die Zukunft. "Auftragseingang und Auftragsbestand haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich erhöht.

dpa-afx BERLIN. Nach den Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres blickt Deutschlands größter Baukonzern Hochtief optimistisch in die Zukunft. "Auftragseingang und Auftragsbestand haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich erhöht. Dies gibt uns Zuversicht über das laufende Geschäftsjahr hinaus", sagte der Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Keitel am Montag in Berlin. Die im MDax notierte Aktie gab in einem freundlichen Gesamtmarkt bis zum Mittag leicht nach.

Für das Gesamtjahr 2004 bestätigte das Unternehmen seinen Ausblick. Das kommende Jahr soll wirtschaftlich besser werden als 2004. Eine genauere Prognose für 2005 wollte Keitel jedoch nicht geben. Dies werde bei der Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses 2004 geschehen. In den ersten neun Monaten 2004 erhöhte sich der Umsatz den Angaben zufolge um 7,1 Prozent auf 8,7 Mrd. Euro. Der Gewinn verdreifachte sich nahezu auf 35,4 Mill. Euro.

Das Betriebsergebnis sank hingegen um knapp ein Drittel auf 142,7 Mill. Euro und das Vorsteuerergebnis um 15,3 Prozent auf 126,7 Mill. Euro. Positive Sondereffekte des Vorjahres sowie die Risikovorsorge für einzelne Projekte der australischen Tochter Leighton im ersten Halbjahr 2004 hätten die erfreulichen Ergebniszuwächse des Unternehmensbereichs Europa überlagert.

Auftragsbestand Reicht FÜR 18 Monate

Die Auftragsbücher bei Hochtief erreichten mit 18,1 Mrd. Euro in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres einen neuen Höchststand in der Geschichte von Hochtief, sagte Keitel. Der Bestand reiche theoretisch für 18 Monate. Die Bauleistung nahm um 13,8 Prozent auf 8,5 Mrd. Euro zu und der Auftragseingang um 15,8 Prozent auf 9,4 Mrd. Euro. Dazu beigetragen hätten die erstmalige Einbeziehung der Hochtief Gebäudemanagement Gmbh, die gute Geschäftslage in den USA und Großaufträge im dritten Quartal in Deutschland, hieß es.

Der deutsche Markt sei weiterhin von rückläufigen Investitionen der öffentlichen Hand geprägt, sagte der Unternehmenslenker. Der Bereich Hochtief Construction Services Europe koppele sich aber von dem negativen Trend der Bauindustrie weiter ab und setze damit seine positive Entwicklung fort. Dazu trage wesentlich das Infrastrukturgeschäft bei. Der amerikanische Markt habe wieder an Fahrt gewonnen, sagte Keitel weiter. Dies spiegele sich in neuen Investitionen wider. Der Unternehmensbereich Hochtief Construction Services Americas verzeichne nach den ersten neun Monaten eine Rekordauftragslage.

In der Sparte Hochtief Development liege die Integration von Siemens Gebäudemanagement und Lufthansa Gebäudemanagement in das Hochtief Facility Management deutlich über Plan. Der Umsatz werde in diesem Bereich in 2004 bei rund 358 Mill. nach 82,4 Mill. Euro in 2003 liegen, sagte Keitel.

Leighton Nach Problemen Wieder 'AUF Kurs'

Nach Problemen bei einigen Bauprojekten im ersten Halbjahr sieht der Unternehmenschef die australische Tochter Leighton wieder "auf Kurs". Im dritten Quartal habe Leighton wieder Anschluss an die planmäßige Ertragsentwicklung gefunden, sagte der Finanzvorstand Hans-Georg Vater. Im ersten Halbjahr hätten noch Vorsorgen für einzelne Projektrisiken mit 50 Mill. Euro erheblich belastet. Bei den beiden Bauprojekten in Melbourne und Sydney habe sich die Situation mittlerweile entspannt - wenn auch nicht völlig, sagte Keitel.

So hätten sich die Rahmenbedingungen auf der Spencer Street Station in Melbourne deutlich verbessert. Leighton habe nun erheblich ausgeweiteten Zugang zu der Baustelle. Das Projekt solle bis Ende 2005 abgeschlossen werden. Beim Hilton Hotel in Sydney würden die Bauarbeiten bereits im zweiten Quartal 2005 beendet. Derzeit bemühe sich Leighton hier um einen Vergleich.

Ausblick FÜR 2004 Bestätigt: Plus Beim Überschuss und Vorsteuergewinn

Das Unternehmen bekräftige den Ausblick für das Gesamtjahr 2004. Demnach rechnet es mit einem Auftragseingang in der Größenordnung des Vorjahres, der erneut zu Höchstwerten im Auftragsbestand führt. Leistung und Umsatz sollen im hohen einstelligen Prozentbereich steigen. Beim Gewinn vor Steuern erwartet Hochtief ein Plus im hohen einstelligen Prozentbereich. Der Überschuss soll sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Das bessere Nettoergebnis nach neun Monaten sowie die für das laufende Jahr erwartete Gewinnverdopplung werden für die Dividendenfestsetzung eine Rolle spielen, sagte Keitel.

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