Archiv
Hochtief-Chef sieht nach RWE-Ausstiegs bessere Chancen für KonzernumbauDPA-Datum: 2004-07-15 09:10:38

(dpa-AFX) Frankfurt - Der Vorstand des Essener Baukonzerns Hochtief < HOT.ETR > sieht nach Abschluss der Veränderungen in der Aktionärsstruktur bessere Chancen, den Umbau zum Dienstleister voranzutreiben. Der Ausstieg von Großaktionär RWE < RWE.ETR > und das Anwerben neuer Investoren habe sehr viel Zeit in Anspruch genommen, sagte Vorstandschef Hans-Peter Keitel der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe). Gleichzeitig bekräftigte er das Ziel, im Jahr 2007 statt 31 Prozent etwa 50 Prozent Umsatz durch Dienstleistungen zu erzielen.

(dpa-AFX) Frankfurt - Der Vorstand des Essener Baukonzerns Hochtief < HOT.ETR > sieht nach Abschluss der Veränderungen in der Aktionärsstruktur bessere Chancen, den Umbau zum Dienstleister voranzutreiben. Der Ausstieg von Großaktionär RWE < RWE.ETR > und das Anwerben neuer Investoren habe sehr viel Zeit in Anspruch genommen, sagte Vorstandschef Hans-Peter Keitel der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe). Gleichzeitig bekräftigte er das Ziel, im Jahr 2007 statt 31 Prozent etwa 50 Prozent Umsatz durch Dienstleistungen zu erzielen.

In der Schlussphase vor dem RWE-Anteilsverkauf sei "das ein oder andere Projekt mit angezogener Handbremse verfolgt" worden, sagte Keitel. Als Beispiel für die Möglichkeiten für einen Ausbau des Geschäftsfeldes Dienstleistungen nannte der Konzernchef die Erfahrungen in den USA, wo Hochtief nur noch reines Construction Management leiste, also die Koordination und Planung von Bauleistungen, ohne selbst zu bauen.

Statt Endpreise Erfolgsbeteiligungen

Durch Erfolgsbeteiligungen sei das Unternehmen künftig weniger abhängig von den Baupreisen, sagte Keitel weiter. So würden etwa zur Optimierung von Bauwerken Boni mit den Bauherren ausgehandelt. Ähnlich funktioniere es auch im Bergwerksgeschäft in Raum Asien/Pazifik, das "aufgrund des riesigen Energiebedarfs der Chinesen boomt".

Hochtief werde im laufenden Jahr fast 100 Millionen Tonnen Kohle fördern und eröffne als Betreibergesellschaft im Auftrag von Kunden praktisch jeden Monat ein neues Bergwerk, sagte Keitel. Zu den Aktivitäten gehörten auch Produktivitätssteigerungen bei bereits fördernden Bergwerken. An deren Erfolg sei Hochtief dann jeweils beteiligt.

Als Dienstleister sei Hochtief bereits mit seiner Sparte Gebäudetechnik gut etabliert. So betreue das Unternehmen praktisch alle Anlagen des Siemens-Konzerns in Deutschland sowie die Technik-Werften der Lufthansa < LHA.ETR > und Produktionsanlagen von Volkswagen < VOW.ETR > . Dies sei ein margenstarkes und daher attraktives Geschäft.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%